Meine 10 liebsten Rezepte aus der Soulfood-Küche

19. November 2017

Ihr Lieben, heute gibt es hier ein kleines Resümee und ich verrate euch meine allerliebsten Rezepte aus 3 1/2 Jahren Soulfood-Küche. Als wir uns für diese Aktion mit einigen Bloggern zusammen getan haben, war ich mir nicht klar darüber, wie schwer mir eine solche Auswahl fallen würde. Die ersten drei Gerichte waren einfach und schnell gewählt. Aber dann folgte eine lange Liste mit dem Prädikat "das muss unbedingt auch noch erwähnt werden".
Würde es um eure Favoriten gehen, also die meistgelesenen Beiträge, könnte ich es mir recht einfach machen und einen Blick in meine Statistik werfen.
Genau das habe ich allerdings vermieden, denn es geht um meine ganz persönlichen kulinarischen Dauerbrenner, Seelenstreichler und Glücklichmacher.  Gerichte, ohne die ich mir meinen Speiseplan nicht vorstellen mag und die ich immer wieder mit größtem Genuss esse.
Bevor es jedoch losgeht, möchte ich euch zeigen, wer sich ebenfalls durch sein Archiv gewühlt, gefühlte 50 Lieblingsspeisen gefunden und auf 10 reduziert hat:



Zu meinen zehn Lieblingsrezepten gehören nur 2 1/2 süße Gerichte. Das mit der Hälfte erkläre ich später und auch das süß-herzhafte Ungleichgewicht soll nicht unerwähnt bleiben. Jetzt gibt es zu Beginn meiner Top 10 aber erstmal Kuchen. Völlig klar war: ein Käsekuchen darf in dieser Aufzählung auf keinen Fall fehlen. Der russische Zupfkuchen vereint Käse- mit Schokokuchen und wird von mir mit Kirschen oder Himbeeren gekrönt. Diese Dreifaltigkeit ist für mich der Inbegriff eines gelungenen Käsekuchens. Die knusprigen Streusel, die zarte Quarkschicht mit Obst und dann der Schokoboden - wer möchte da nicht Gabel sein?


Die Erklärung dafür, warum es deutlich mehr herzhafte Gerichte in meine Top 10 geschafft haben, ist relativ einfach: ich backe zwar gerne, aber am liebsten sind mir herzhafte Gemüsekuchen, Quiches oder kleine Snacks. Mit Sahnetorten kann ich wenig bis nichts anfangen und für aufwendige Fondantdeko bin ich viel zu ungeduldig. Mein Herz gehört den rustikalen Blech-, Rühr- und Hefekuchen. Wenn diese dann mit Speck und Zwiebeln daher kommen - umso besser! Der Zwiebelkuchen ist eins der Gerichte, die ich eng mit Zuhause verbinde. Es erinnert mich an meine Familie, obwohl meine Mam keine Zwiebeln mag und immer einen "Extrakuchen" bekommt. In meiner vegetarischen Zeit gab es sogar drei Versionen beim gemeinsamen Zwiebelkuchenessen: einmal klassisch, einmal ohne Zwiebeln und einmal ohne Speck.


Ofengemüse habe ich erst im Sommer vor zwei Jahren für mich entdeckt. Wir hatten damals unwahrscheinlich viele Tomaten, Zucchini und Paprika im Garten, die am liebsten alle gleichzeitig verarbeitet werden wollten. Sehr viel einfacher, als alles auf ein Blech zu schnippeln und im Ofen zu garen, geht es nicht. Und man bekommt viele hungrige Menschen auf einmal damit satt und zufrieden. Je nach Saison lässt sich das Gemüse austauschen und ich kann euch jetzt schon verraten, dass sich die Winter-Edition bereits in Planung befindet. Besonders gut schmeckt mir das Ofengemüse mit scharfen Hackbällchen, die ich mit Feta fülle. Vor dem Essen wird alles vermischt, dazu ein Stück Baguette zum "Auftunken" und ich bin happy.


Das nächste Gericht musste sich seinen Platz in der Top 10 bis zum Redaktionsschluss teilen. Ich konnte mich schlichtweg nicht entscheiden: Grüne Soße oder Heringssalat? Beides in der Herstellung ähnlich und im Idealfall mit Pellkartoffeln kombiniert. Die Entscheidung fiel zugunsten der Grünen Soße aus, weil es das allererste Rezept auf diesem Blog und ich deshalb emotional vorbelastet war. Der Geschmack der sieben Kräuter gehört für mich in die Zeit um Ostern, aber generell dürfte es unser hessisches Nationalgericht das ganze Jahr über geben. 2017 gab es sogar den ersten, hochoffiziellen Grüne-Soße-Tag in Frankfurt, den ich selbstverständlich angemessen zelebriert habe. Erbarme! Zu spät! Die Hesse komme!


Kennt ihr Crumpets? Diese kleinen Hefeküchlein, die man in Großbritannien warm zum Frühstück isst? Ich habe sie während eines Urlaubs auf der Insel lieben gelernt, dann jedoch nie selbst gebacken. Dank einer Leserin, die sich im Rahmen meiner "Mach doch mal.. - Aktion" etwas typisch Englisches von mir wünschte, habe ich die löchrigen Pfannenbrote wieder entdeckt. Zugegeben, sie sind etwas aufwendig in der Herstellung, aber wenn es ein mit Butter und Marmelade bestrichenes Gebäck schafft, mich gedanklich in die Ferien und somit an den Frühstückstisch eines englischen Cottages zu katapultieren, gehört das Rezept ohne Frage in diese Top 10. Fertig!


Von England ist der Weg nicht weit nach Frankreich und dort finden wir meine nächste Lieblingsspeise: Boeuf bourguignon. Auch dieses Gericht habe ich erst durchs Bloggen für mich entdeckt. Seitdem es meine kleine Soulfood-Küche gibt, haben sich viele Rezepte in mein Genießerherz geschlichen, die früher weit entfernt von einer Top 10 gewesen wären. Ich mag generell keinen Rotwein. Entweder ist er mir zu trocken oder zu schwer und ich bekomme Kopfschmerzen, wenn ich ihn trinke. Warum also ein gutes Stück Rindfleisch darin ertränken? Diese Frage habe ich mir nach meinem ersten Boeuf bourguignon im Februar 2015 nie wieder gestellt. Es schmeckt herrlich. Die Sauce könnte ich pur löffeln aber mit den karamellisierten Zwiebeln, den Champignons, Speck und herrlich zartem Fleisch schmeckt sie natürlich noch viel besser. Ihr seht - Geschmäcker ändern sich! Gut so!


Kommen wir nun zur oben angedeuteten "halben Süßspeise", die Klöße zu gleichen Teilen von meiner Omi. Am liebsten esse ich sie mit etwas brauner Butter und eingekochtem Obst, also als süßes Hauptgericht. So hat sie meine Omi immer zubereitet. Generell sind die Klöße aber auch sehr lecker zu Gulasch oder Braten, also ganz klassisch als Beilage. Die "gleichen Teile" sind je 250g Mehl, Brotwürfel, Paniermehl, Milch und Eier. Diese Mischung wird in Butter zu einem Brandteig gerührt und anschließend zu köstlichen "feinen" Klößen geformt. Für mich definitiv Soulfood, verbunden mit vielen Erinnerungen an meine Omi ♥


Wer fleißig mitgezählt hat, weiß, dass nun nur noch drei Lieblingsgerichte ausstehen. Diese drei kamen mir als erstes in den Sinn, als ich angefangen habe meine Top 10 aufzulisten. Platz drei geht an die Buttermilchwaffeln von Opa Karl. Ich liebe Waffeln, esse sie herzhaft und süß gleichermaßen gern, mit Hefe oder Backpulver, Dinkel oder Weizenmehl, aber die Waffeln meines Opis sind und bleiben immer etwas ganz Besonderes. Mit über 90 hat er noch gelernt, welche zuzubereiten und ruft seither regelmäßig die Familie zum Waffelessen zusammen. In meinem Blogbeitrag erzähle ich euch von unserem gemeinsamen Backtag und warum sich ein Geheimnis um den guten Geschmack der Waffeln rankt. Nicht nur die Waffeln, sondern auch der Beitrag liegt mir ganz besonders am Herzen und gehört zu meinen liebsten.


Platz Nummer zwei geht an ein weiteres mittelhessisches Gericht, den Krautpudding. Klingt für alle Nicht-Hessen erstmal seltsam, aber ich verspreche euch, wenn ihr Kohlrouladen mögt, werdet ihr Krautpudding lieben. Seinen Namen hat er bekommen, weil Kraut (hessisch für Weißkohl) und Hackmasse in einer Puddingform* geschichtet und dann im Wasserbad gegart werden. Das Ergebnis sieht nicht nur spektakulär aus, sondern schmeckt auch so. Für mich als großer Fan von allen Kohlsorten, steht der Krautpudding stellvertretend für alle anderen Winter-Wohlfühlgerichte in dieser Top 10.


Kommen wir abschließend zu meinem (aktuellen) persönlichen Platz Nummer eins aller Lieblingsgerichte auf diesem Blog, dem Hähnchen-Pilaw.
Dieses Gericht hat mein Kochverhalten nachhaltig verändert. Seit die Mischung aus Knoblauch, Zimt, Zwiebeln, Kreuzkümmel, Ingwer, Kardamom und fünf weiteren Gewürzen meine Nase geflutet und meine Zunge im Sturm erobert hat, ist meine Küche vielfältiger und experimentierfreudiger geworden. Wann immer es Pilaw gibt entsteht dieser Duft nach Gewürzmarkt in Marrakesch, nach Geschichten aus 1001 Nacht und ich bekomme Fernweh. Hat man einmal alle Zutaten vorbereitet, kocht sich das Pilaw im Ofen ganz alleine und kommt als herrliches Reisgericht wieder heraus. Mir schmeckt es auch vegetarisch oder mit Hackbällchen, die Variante mit Hähnchenbrust ist jedoch meine liebste.

Uff. Geschafft! Das war wirklich nicht einfach und ich bin nun wirklich gespannt, welche Lieblingsgerichte die anderen in ihren Top 10 haben und warum.
Außerdem interessiert mich natürlich, welches eure liebsten Gerichte sind. Schreibt mir in den Kommentaren, was auf eurem Speiseplan nicht fehlen darf - ich freue mich auf eure Geschichten dazu. Liebe Grüße Janke


Kommentare:

  1. Der Krautpudding ist ja der Oberhammer. Den müssen wir mal ausprobieren. Eine schöne Auswahl hast du da getroffen.
    Liebe Grüße
    Eva und Philipp

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  2. Hach ja, die Crumpets und die Grüne Sauce sind meine absoluten Highlights :-) Beides absolute Lieblinge!

    Viele Grüße
    Maja

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  3. Krautpudding, da bin ich auch mit im Team und will das unbedingt mal nachmachen.
    Und die Waffeln kommen auch ratzfatz auf den Tisch!

    LG,
    Christina

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  4. Wow, eine tolle Auswahl! Die Crumpets muss ich dringend ausprobieren! Yummy! Liebe Grüße, Jana ❤

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  5. Liebe Janke, da würde ich mich am liebsten direkt bei dir zum Essen einladen. Das sieht alles so köstlich aus! Liebe Grüße, Carina

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  6. Na toll, jetzt bekomme ich ein schlechtes Gewissen, weil wir unsere Grüne Soße nicht in die Auswahl genommen haben, dabei hätte sie es so verdient. ;-) Auch sonst eine ganz tolle Auswahl!
    Liebe Grüße
    Sabrina

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  7. Hach schee, die grii Soß <3 An den Artikel mit den Waffeln von deinem Opa erinnere ich mich auch noch gut, weil ich ihn so unglaublich schön fand <3
    Lg Jeanette

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