Kaffee-Sahne-Pudding

15. Januar 2020

Seit einigen Monaten habe ich das Foto einer fein gestreiften Schokoladentorte auf meinem Handy gespeichert, weil ich mir in den Kopf gesetzt hatte, einen Pudding mit diesem Muster zuzubereiten. Ich habe mir eine tolle alte Form gekauft - und in den Schrank gestellt. Kleine Förmchen gekauft - und ebenfalls in den Schrank gestellt. Gemeinsam mit Steph von Kleiner Kuriositätenladen und Nadine vom Möhreneck habe ich Pläne für ein Puddingevent geschmiedet und dann der Schock: Steph erhielt zum zweiten Mal in ihrem Leben die Diagnose Krebs. Sie, genau wie Nadine, ist in all den Foodblogjahren zu einer engen Freundin geworden, mit der ich nicht nur übers Kochen plaudere, sondern über nahezu alles! Auch wenn uns hunderte von Kilometern trennen, mit einem Klick am Computer oder Tablet sind wir uns nah und wenn wir mal einen Tag nicht kurz "schnacken", fehlen mir die beiden Hühner schon wieder!
Einen lieben und nahen Menschen mit solch einer Diagnose belastet zu wissen, bricht einem das Herz. Umso glücklicher bin ich darüber, dass Steph nun nach einer Pause wieder mit großer Leidenschaft ihren "Laden" aufgemacht hat und wir eine kleine Puddingparty feiern.
Endlich hat mein gestreifter Kaffee-Sahne-Pudding seinen großen Auftritt und befindet sich in bester Gesellschaft. Schaut mal hier:

Kleiner Kuriositätenladen | Butterscotch-Pudding mit Salted Caramel 
Möhreneck | Veganer Karamellpudding

Gestreifter Pudding mit Kaffeegeschmack

Zutaten für den Sahnepudding: 
  • 500ml Sahne
  • etwas gemahlene Vanille
  • 50g Zucker
  • 30g Stärkemehl/Maisstärke

Zutaten für den Kaffeepudding:
  • 250ml Milch
  • 250ml Sahne
  • 1 EL Backkakao
  • 2-3 EL lösliches Espressopulver
  • 1 Prise Zimt
  • 60g Zucker
  • 30g Stärkemehl/Maisstärke

Alle Zutaten abmessen und zusammen mit zwei kleinen Töpfen bereitstellen.
Sahne für die helle Schicht, bis auf 50ml, in einen der Töpfe geben und zusammen mit etwas gemahlener Vanille aufkochen. Die kleine Menge Sahne mit Zucker und Stärkemehl in einem Schüttelbecher mischen. Unter Rühren in die kochende Sahne gießen. Der Pudding beginnt sofort anzudicken. Vom Herd nehmen und abdecken oder die Warmhaltefunktion nutzen, damit der Pudding nicht zu schnell fest wird.

Sahne und Milch für den Kaffeepudding, bis auf 50ml in den zweiten Topf geben und zusammen mit dem Kaffeepulver, Kakao und Zimt aufkochen. Die kleine Menge übrige Flüssigkeit ebenfalls mit Zucker und Stärkemehl glatt verrühren.
Unter Rühren in die kochende Sahne-Milch-Mischung geben und die Masse ebenfalls warmhalten.

Puddingförmchen mit kaltem Wasser ausspülen und abwechselnd mit Pudding befüllen. Am schönsten werden die Schichten, wenn man zwei gleichgroße Saucenlöffel verwendet, um die Puddingmasse abzumessen. Sobald die eingefüllte Schicht beim leichten Kippen nicht mehr flüssig ist, kann die nächste Portion Pudding darauf gefüllt werden. Das ist schneller möglich, als man zuerst denkt.
Warmgehaltene Puddingmassen durch gelegentliches Rühren "geschmeidig" halten.
Puddingform abschließend mit einem kleinen Teller oder Folie bedecken und mindestens 4 Stunden im Kühlschrank erkalten lassen.

Selbstgemachter Pudding


Linsenbällchen in Kokos-Currysauce

12. Januar 2020

Ihr Lieben, ich hatte es ja im letzten Beitrag bereits angekündigt: Jankes*Soulfood wird 2020 überwiegend vegetarisch. Wie passend, dass es bei unserem monatlichen Foodblogger-Event "All you need is.." heute um das Thema Hülsenfrüchte geht -
die kleinen Proteinlieferanten eignen sich nämlich perfekt, um Fleisch oder Wurst in einer Mahlzeit zu ersetzen.
Als Hülsenfrüchte werden Samen von Pflanzen bezeichnet, die in einer Hülse herangewachsen sind. Dazu gehören u.a. Erbsen (Palerbsen, Kichererbsen), Bohnen (z.B. weiße, rote und schwarze), Kidneybohnen, Sojabohnen/Edamame, Mungbohnen, Dicke Bohnen, alle Linsen, Lupinensamen und Erdnüsse.

Hülsenfrüchte enthalten viel Eiweiß, wichtige Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die als entzündungshemmend gelten. Damit sind sie eine tolle Bereicherung in jedem Speiseplan und auch für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen (ausgenommen Gicht!) bestens geeignet.
Bei meinem heutigen Rezept wird man auch als Fleischesser wenig vermissen, denn die pikanten Linsenbällchen in Currysauce sind sehr sättigend und das perfekte Winter-Soulfood. Im Anschluß findet ihr wie immer die Links zu den anderen Teilnehmern - stöbert euch unbedingt durch die köstlichen Beiträge und holt euch Inspiration für eure Küche. Vielleicht serviert ihr in der nächsten Woche einfach mal... Hülsenfrüchte?
Habt es lecker - eure Janke

Linsen-Bällchen in Kokos-Currysauce

Rotkohl-Rouladen mit Kichererbsen-Füllung

5. Januar 2020

Ihr Lieben, ein neues Jahrzehnt hat begonnen und ich hoffe, ihr hattet einen glücklichen Start in die 2020er.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, im neuen Jahr nicht mehr zurückzublicken oder hier ein Résumé zu texten, denn ich habe mich am Silvesterabend überraschend emotional mit den vergangenen Jahren ausgesöhnt. Dass ich nun aber deutlich positiver in die Zukunft schaue, als noch zu Beginn des letzten Jahres, liegt an vielen Entscheidungen, Erfahrungen und Begegnungen der Vergangenheit.
Die 2010er waren leider geprägt von meiner Erkrankung, schmerzhaften Abschieden von Lieblingsmenschen, Lieblingstieren und beruflichen Träumen. Immer wieder musste ich die Zähne zusammenbeißen und mich aus tiefen, seelischen Löchern hochziehen. Dabei habe ich bestehende Freundschaften und meinen familiären Zusammenhalt als unendlich wertvoll empfunden und möchte mich an dieser Stelle bei euch bedanken ♥ Ihr seid mein Anker, wenn ich in stürmischen Gewässern unterwegs bin!

Natürlich war nicht alles trist und schlecht! In meiner schlimmsten Krise enstand dieser Blog und ich hätte damals nicht im Traum daran gedacht, wieviel Sinn Jankes*Soulfood meinem Leben geben würde. Aus der reinen "Beschäftigungsmaßnahme" wurde inzwischen ein kleines Gewerbe. Ich durfte ein Buch für Menschen mit Rheuma herausbringen, schreibe seit zwei Jahren eine Rezeptkolumne für die Rheumaliga Deutschland und bin Ansprechpartnerin für junge Rheumatiker in Mittelhessen. Auf diese Art versuche ich meiner eigenen Erkrankung das Beste abzugewinnen und was soll ich sagen: es erfüllt und macht mich sehr glücklich! 

Meine Ernährung und das damit verbundene Konsumverhalten hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert und ich danke euch Lesern für die Begleitung auf meiner kulinarischen Reise.
Ich hoffe, ihr bleibt mir auch 2020 treu, wenn ich euch nun sage, dass es dieses Jahr viele vegetarische Gerichte auf Jankes*Soulfood geben wird.
Warum, wieso, weshalb, werde ich euch in einem der nächsten Beiträge verraten.
Heute gibt es einen kleinen Vorgeschmack, denn ich habe die klassische Kohlroulade einfach mal mit Kichererbsen gefüllt und zwei fruchtige Beilagen zubereitet.
Wäre das ein Rezept für euch, oder bevorzugt ihr es eher traditionell?
Ich bin gespannt - eure Janke

vegane Rotkohl-Rouladen

20 Ideen für ein festliches Weihnachtsessen

15. Dezember 2019

Verrückt, wie schnell die Zeit manchmal vergeht, oder? In einer Woche feiern wir bereits Weihnachten und sitzen (hoffentlich gemütlich und entspannt) unter dem geschmückten Tannenbaum. Wer jetzt noch einige Last-Minute-Ideen für ein festliches Essen mit der Familie oder Freunden benötigt, ist hier genau richtig.

Ich zeige euch meine liebsten Gerichte und ihr dürft euch aus Vor-, Haupt- und Nachspeise euer eigenes Lieblingsmenü zusammenstellen.
Zusätzlich gibt es die Links zu den gemeinsamen Blogger-Aktionen "All I want for christmas" und "Hüftgold & Lametta". Ihr müsst übrigens nicht traurig sein: nach einer Pause in diesem Jahr, finden wir uns an Weihnachten 2020 wieder zusammen und lassen es kulinarisch krachen. Großes Weihnachtswichtelehrenwort!
Euch nun viel Spaß beim Stöbern und einen wunderschönen dritten Advent 🌟
Eure Janke

Weihnachtsmenü

Vorspeisen
Herzhafter Bratapfel
Winter-Bruschetta mit Birne Ⓥ
Crêpes-Röllchen mit Winterpesto Ⓥ
Glasnudelsalat mit Garnelen
Lauchcremesuppe mit Käsesternchen
Prosecco-Schaumsüppchen Ⓥ
Kabeljau im Rösti mit Rote-Bete-Mousse

Hauptspeisen
Boeuf Bourguignon
Rehrücken mit Pflaumensauce
Coq au Riesling
Hechtklößlichen auf grüner Pasta
Kartoffelrolle mit Steinpilzen Ⓥ
Pasta mit Hummus-Sauce und Rosenkohl Ⓥ
Rotkohlrouladen mit Bulgur Ⓥ
Wirsingrouladen mit Lachs

Nachspeisen
Bratapfel-Tiramisu
Mousse-au-chocolat-Torte
Spekulatius-Käsekuchen mit Punschbirnen
Rotweinküchlein mit ganzer Birne
Sternchenbrownies mit Kaffeeganache

Noch mehr Weihnachts-Wahnsinn
All I want for christmas | Weihnachtsmenü 2016
Köstlich verpackt | Weihnachtsmenü 2017
Hüftgold & Lametta | Das gemütliche Weihnachtsmenü 2018


Käsekuchen mit Spekulatiusboden
Spekulatius-Käsekuchen mit Punsch-Birnen

Weihnachtsbaum-Brownies

11. Dezember 2019

Seit fast zwei Jahren darf ich nun schon die Rezeptkolumne für die Mitgliederzeitschrift der Rheumaliga schreiben. Sie erscheint alle zwei Monate und für die aktuelle Ausgabe habe ich drei süße Adventsleckereien gebacken. Eine davon möchte ich euch heute zeigen. 
Bei meinen "Rheumarezepten" achte ich darauf, dass sie auch für Menschen mit physischen Einschränkungen leicht umzusetzen sind. Die Hände stellen, gerade beim Ausstechen und Verzieren von Plätzchen, oft ein Problem dar, weil die Finger steif oder die Muskeln kraftlos sind.
Langes Kneten, Ausrollen und Belegen ist entweder nicht möglich oder wird am nächsten Tag direkt mit Schmerzen "bestraft". 
Plätzchen wie meine Cranberry-Haferkekse, bei denen der Teig nur mit einem Löffel aufs Blech gesetzt wird, eignen sich hingegen sehr gut, wenn es sowieso schon in den Gelenken zwackt. 
Bei meinen Weihnachtsbaum-Brownies kann der gebackene Teig mit einem Messer* oder Pizzarad* geschnitten werden. Beides gibt es für Rheumapatienten mit ergonomischen Griffen. Wer rohen Teig zwar ausrollen aber nicht ausstechen kann: mit einem Teigrädchen* kann man trotzdem für eine schöne Form sorgen, zum Beispiel wie bei meinen Sauerrahm-Plätzchen.
Als gesunder Mensch kann man sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen, dass etwas so Banales, wie Plätzchen auf ein Blech legen, mit Schmerzen verbunden sein kann.
Aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen: Rheuma ist oft unsichtbar aber in den wenigsten Fällen komplett schmerzfrei. 

Deshalb achte ich auch bei der Auswahl meiner Backzutaten auf die Ernährungsempfehlungen bei Rheuma und verzichte weitestgehend auf tierische Fette, Weißmehl, Zusatz- und Farbstoffe sowie Geschmacksverstärker. Das heißt in der Weihnachtsbäckerei konkret: Keine bis wenig Butter, keine bis wenige Eier, keine bunten Zuckerperlchen oder fertige Glasuren. 
Im Rezept für die Weihnachtsbaum-Brownies habe ich die Butter durch Apfelmus ersetzt, was zusammen mit dem eher malzigen braunen Zucker einen tollen Geschmackt ergibt. Beim Mehl setze ich auf Dinkel (Typ 630 oder Vollkorn) und als Triebmittel verwende ich Weinsteinbackpulver.
Das Ergebnis schmeckt allen mit und ohne Rheuma - versprochen!
Weitere Küchentipps für Rheumatiker findet ihr übrigens [HIER]
Alles Liebe, eure Janke

Rezepte für Rheumatiker

Bratapfel-Marmelade

8. Dezember 2019

Über Geschenke aus der Küche freue ich mich ja tatsächlich ganzjährig, aber gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit, die leider viel zu oft von Stress und Hektik geprägt ist, sind selbst zubereitete Kleinigkeiten etwas ganz Besonderes. Man nimmt sich bewusst Zeit und beschenkt sich damit auch selbst.
Also, ihr Lieben: lasst euch heute von unserer Bloggerrunde inspirieren und stöbert euch gemütlich durch 12 Beiträge zum Thema "All you need is.. Geschenke aus der Küche".

Nach meinem Quitten-Fruchtaufstrich Ende September, habe ich voller Überzeugung gesagt: "Das war die letzte Marmeladensorte für dieses Jahr!" Kurz darauf brodelten 2 Kilogramm Feigen auf dem Herd und heute gibt es eine Bratapfel-Marmelade für euch. 2019 habe ich so viel Marmelade wie nie zuvor in Gläser gefüllt und freue mich immer über das bunte Vorratsregal, wenn ich daran vorbeigehe. Marmelade zu Weihnachten? Ja, bitte! Bratapfel zum Frühstück? Unbedingt!
Hier kommt das Rezept, für alle Weihnachtswichtel mit Kochmütze.

Winterapfel-Marmelade

Schoko-Kokos-Plätzchen

1. Dezember 2019

Pünktlich zum ersten Advent gibt es heute ein neues Plätzchen-Rezept in der Soulfood-Küche. Beim Schreiben habe ich festgestellt, dass ich 2019 viele Rezepte mit Kokosflocken oder -Milch zubereitet habe. Besonders gut haben euch (und auch mir) die Brownie-Waffeln mit Kokosswirl gefallen. Die gleiche Paarung präsentiere ich heute als herrlich mürbe Plätzchen in zwei Versionen. Einmal wird die Kokosmasse mit Teig umschlossen und bleibt bis zum Anbeißen ein süßes Geheimnis, in der zweiten Version wird die Kokosmasse wie eine Baiserhaube mitgebacken. Zu welchem Plätzchen würdet ihr als erstes greifen?
Euch allen einen gemütlichen Start in die Vorweihnachtszeit - eure Janke

Schokoladen-Cookies mit Kokosfüllung

Südafrikanisches Chakalaka

28. November 2019

Bevor ich am Wochenende kulinarisch in die Adventszeit 2019 starte, wird es heute für unser Bloggerevent "Saisonal schmeckt's besser", südafrikanisch bunt und deftig. Das Chakalaka stand seit vielen Monaten auf meiner "To-cook-Liste" - nun hat es endlich den Weg in die Soulfood-Küche und auf den Blog gefunden. 

Rezepte für Chakalaka findet man zahlreiche und jedes unterscheidet sich in mindestens einer Zutat von den anderen. Die Basis des beliebten südafrikanischen Soulfoods besteht jedoch meistens aus Karotten, grüner Paprika, Zwiebeln, Curry und Baked Beans. Ja richtig gelesen: gebackene Bohnen in Tomatensauce.
Mit "Heinz Baked Beans" rennt man bei mir ja (leider!) offene Türen ein, denn die Bohnen gehören zu den wenigen "Fertigspeisen", die ich heiß und innig liebe. Wenn ihr sie selbst zubereiten möchtet, begrüße ich das natürlich sehr: im Soulfood-Archiv findet ihr ein Rezept für Baked Beans.
 
In Südafrika zählt man Chakalaka zu den Relishes (dicke Würzsaucen) und auch meine Version ist so, dass man sie, warm wie kalt, wunderbar mit einem Stück Fladenbrot vom Teller tunken kann. Entsprechend der Saison, habe ich die Paprika gegen Kohl und Pastinake getauscht.

Chakalaka mit Möhren und Spitzkohl

DESIGNED BY ECLAIR DESIGNS