Herzhafter Wabenkuchen mit Sauerkraut

10. Februar 2019

Ich liebe Blechgerichte, egal ob süß oder herzhaft. Die meisten machen wenig Arbeit und man bekommt viele hungrige Gäste auf einen Schlag satt.
Im Sommer komme ich nicht mehr ohne mein Ofengemüse mit scharfen Hackbällchen aus und auch die Winter-Version mit Kohl, Lauch und Kartoffeln wird immer wieder gerne gegessen.
Mit diesem Beitrag erweitere ich die Kategorie Blechgerichte um sagenhafte 38 Rezepte.
Ja, richtig gelesen: Achtunddreißig!
So viele Foodblogs sind nämlich heute bei "All you need is.. Blechgerichte" dabei. Erinnert ihr euch noch an die Runde im Januar? Damals gab es 27 Schmorgerichte und ich habe meinen ersten Sauerbraten zubereitet.
In Ausgabe zwei von "All you need is.." kommt also alles aufs Blech. Die lange und absolut köstlich zu lesende Liste mit allen Links, findet ihr weiter unten.

Ich habe mich für ein Gericht entschieden, das ich so ähnlich vor einiger Zeit beim LECKER Magazin entdeckt habe: den Wabenkuchen.
Aus Teigfladen entstehen kleine, nach oben offene Teigtaschen, die sich auf dem Blech aneinander kuscheln und dadurch herrlich fluffig bleiben. Die einzelnen Waben können nach dem Backen als Fingerfood auseinander gezupft werden. Gefüllt habe ich sie ganz hessisch mit "Rippchen und Kraut". Klingt gut? Dann kommt hier das Rezept für euch: 

Wabenkuchen mit Sauerkraut und Rippchen

Zutaten für ein kleines Blech | etwa 30x35 cm:
(für ein normales Backofenblech die doppelte Menge verwenden)

für den Teig:
  • 500 g Mehl (Weizen | Type 405 oder Dinkel | Type 630)
  • 7 g Trockenhefe
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 50 g weiche Butter (in kleinen Stücken)
  • 200-220 ml frisches, lauwarmes Wasser
  • 1 TL Öl (hier Rapsöl)

für die Füllung:
  • 300 g mildes Sauerkraut
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Öl
  • 50 g Dörrfleisch oder Schinken
  • Salz & Pfeffer
  • 80 g Emmentaler
  • 120-150 g Kammrippchen** (vom Metzger)
  • etwa 80 g Crème fraîche

außerdem:
  • 1 Eigelb + 1 EL Milch zum Bestreichen

Für den Teig: Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Zucker, Hefe und Wasser hinein geben, mit etwas Mehl vom Rand verrühren und 10 Minuten warten. Anschließend weiche Butter und Salz dazu geben und alles zu einem eher festen, elastischen Hefeteig kneten.
Schüssel mit etwas Öl einstreichen und den Teig mit einem Geschirrtuch abdecken. Im warmen Ofen bei 40-50°C Heißluft, etwa eine Stunde gehen lassen. Der Teig sollte sich dabei verdoppeln.

Inzwischen das Sauerkraut auf ein Sieb geben und abtropfen lassen. Zwiebel, Käse, Schinken und Fleisch in kleine Würfel schneiden.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Schinken darin anschwitzen. Sauerkraut dazu geben und ebenfalls ganz leicht bräunen. Leicht mit Salz und Pfeffer würzen.
Abkühlen lassen, dann das Fleisch und die Hälfte der Käsewürfel untermischen.

Blech mit Backpapier belegen.
Teig auf einer Backmatte oder leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 3-4 mm dünn ausrollen. 25 gleichmäßige Kreise ausstechen. Meine haben etwa 9 cm Durchmesser.
Auf jeden Teigfladen mittig einen Esslöffel Füllung geben, halb zusammenklappen und die gegenüberliegenden Seiten unten fest zusammendrücken. So entstehen kleine, nach oben offene Teigtaschen, die man wabenförmig auf das Blech setzt. Dabei keine Lücken lassen.

Teigränder mit Eigelb-Milch-Mischung einpinseln. Einen kleinen Klecks Créme fraîche auf die Füllung geben und mit dem restlichen Käse belegen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Heißluft, 30 Minuten backen.
Die kleinen Waben lassen sich zum Essen einzeln auseinander zupfen.  

Tipps:
  • Die typisch hessische Kombi aus "Rippchen und Kraut" kann und darf gerne nach eurem Geschmack abgeändert werden. Bei uns entstand die Füllung aus Resten vom Vortag und wir essen sie sehr gerne. Schweinefleisch und Schinken können beispielsweise durch Rinderhack ersetzt werden.
  • In der vegetarischen Version verwende ich gerne Apfelstücke oder fruchtige Ananas.
  • Wenn ihr keine Zeit habt, die Waben zu formen, belegt das Blech wie bei einem Gemüsekuchen einfach komplett mit Teig und Füllung. 

Menschen mit Rheuma empfehle ich die Version mit Dinkelmehl und Rinderhack oder Ananas. Um weitere tierische Fette aus dem Rezept zu verbannen, könnt ihr Crème légère und lediglich die Hälfte des Käses verwenden. Die Teigränder nur mit etwas Milch bestreichen.

Wabenkuchen mit Sauerkraut vor dem Backen

Und das sind die Links zu allen Blechgerichten, die wir heute für euch gesammelt haben:

Kleiner Kuriositätenladen | Marokkanisches Hähnchen vom Blech
Gaumenpoesie | Gebackene Möhren mit Feta & Speck
Madam Rote Rübe | Ofengemüse vom Blech: Brokkoli mit Kichererbsen & Zitronendip   
Möhreneck | Steckrüben-Curry vom Blech
Kartoffelwerkstatt | Maishühnchen - Alles auf einem Blech
Ina Is(s)t | Thymian-Lende vom Blech mit Blumenkohl & süßen Möhren
Nom Noms food | Low Carb Blumenkohl-Pizza mit Feldsalat-Pesto & Burrata
Tinas Tausendschön | Geröstete Tomaten mit Fleischbällchen vom Blech
Zimtkeks & Apfeltarte | Zimtrollenkuchen vom Blech mit Frischkäse-Frosting
LECKER&Co | Nasu Dengaku - Aubergine mit Miso
Gernekochen | Hähnchen-Shawarma aus dem Ofen
S-Küche | Saftige gebackene Hackbällchen mit Wurzeln & Rüben aus dem Ofen
Ye Olde Kitchen | Bunte Pommes aus dem Ofen mit Sesamdip
trickytine | Gerösteter Rotkohl vom Blech mit Apfel, Salbei & Salsiccia
Patrick Rosenthal | Indian Style Kartoffeln vom Blech
the cookingknitter | Hähnchen in Blutorangen & Zitronen
Kleines Kuliversum | Wintergemüse vom Blech mit Feta
moey’s kitchen | Winterlicher Radicchio Caesar Chicken Salad vom Blech
pinch of spice | Shakshuka vom Blech mit Karotten & Süßkartoffeln
Lecker muss es sein! | Kräutriger Lachs vom Blech mit Kartoffeln, Tomaten & Kräuterdip
Foodistas | Curry-Lachs-Schaschlik mit Wintergemüse vom Blech
Eine Prise Lecker | Leckere & einfache Antipasti vom Blech
Cakes, Cookies and more | Kartoffel-Wurst-Blech mit Gemüse
Jessis Schlemmerkitchen | Ofen-Süßkartoffeln mit Kichererbsen
Zimtkringel |  Blech "rustikal"
Küchenlatein | Flammkuchen New York
Marlene’s sweet things | Apfel Flammkuchen mit karamellisierten Mandeln
Schöner Tag noch! | Röstgemüse mit Linsensalat, gebratenen Römersalatherzen & Hummus
Küchenmomente | Bunter Gemüsekuchen vom Blech
ninamanie | Belegte Blumenkohl-Steaks vom Blech
Der magische Kessel | Tepsi Badinjan - irakisches Ofengemüse mit Aubergine & Lamm
USA kulinarisch | Chicken Fajitas mit Paprika & Zwiebeln
pastasciutta | Bratkartoffeln vom Backblech
Brotwein | Hähnchen mit Ofengemüse & Kartoffeln vom Blech mit Joghurtsauce
Naschen mit der Erdbeerqueen | Herzhafte Hefeteilchen mit Käse & Kräutern
Julz kocht - Ein Bielefelder Foodblog | Kartoffelgratin mit roter Bete
Küchenliebelei | Schweinelende in Mürbeteig mit Kartoffeln & Gemüse 

Wabenkuchen mit Sauerkraut und Rippchen

** Hier in Hessen haben wir neben der Grünen Soße, dem Handkäs mit Musik und der Ahlen Wurscht ein weiteres Nationalgericht: "Rippchen mit Kraut".
Für alle Nicht-Hessen sei an dieser Stelle erklärt, dass die "Frankfurter Rippchen" keineswegs das Fleisch aus der dünnen Rippe des Schweins sind (also Spareribs oder wie wir hier sagen "Leiterchen"), sondern aus dem Kotelettstrang geschnitten werden. 
Das Fleisch für die typisch hessischen Rippchen wird bereits beim Metzger mild gepökelt und sanft gegart angeboten. Für "Rippchen mit Kraut" wird das Fleisch in dicken Scheiben zwischen Sauerkraut erwärmt. Dazu isst man Kartoffelbrei oder Bauernbrot und eine ordentliche Portion Senf.

Kleines Laugengebäck

3. Februar 2019

Mein traditionelles Ausmisten zum Jahresanfang zieht sich aktuell in die Länge. Vielleicht liegt es daran, dass ich immer wieder neue "Baustellen" aufmache, bevor ich eine andere komplett abgeschlossen habe? Wahrscheinlich!
Was im Wohnzimmer noch wunderbar funktioniert hat (frei nach Marie Kondō: "Macht mich dieser Gegenstand glücklich?") wird in der Küche zur Herausforderung. In meiner Küche macht mich einfach sehr vieles glücklich und ich kann mich schlechter von alten Tellern, als von Schmuck, Deko oder Büchern trennen. 
Die neue Kommode, mein externer Mini-Küchenschrank im Treppenhaus, ist auch schon wieder fast voll. Mit schönen Dingen! Die mich alle glücklich machen! Selbstverständlich!
In diesem Aufräumen, Verschenken und Flohmarktkisten packen, fange ich während einer Pause damit an, meine Fotos auf dem Laptop durchzuklicken.
Die müsste ich auch dringend sortieren, beschriften und in Ordner "verpacken". 
So mancher Schatz findet sich nämlich auch hier. Zum Beispiel Fotos von kleinen Laugenbrötchen, die ich 2017 für eine Veranstaltung gebacken habe. Sogar das Rezept habe ich ordentlich abgeheftet - na also, geht doch.
Und während ich mich heute wahrscheinlich weiter durch meine Wohnung wühle, könnt ihr euch ganz gemütlich das Rezept durchlesen und bekommt vielleicht Lust darauf, eure eigenen Brötchen zu backen. Liebste Grüße - eure Janke.

Laugenkonfekt mit Backsaaten

Zutaten für ca. 40 Stück: 
- 400g Weizenmehl (Type 405)
- 250ml frisches, lauwarmes Wasser
- 7g Trockenhefe
- 1 TL Zucker
- 1 gestrichener TL Salz
- 50g weiche Butter
- 40g Natron*
- Körner-Mischung (z.B. von Rapunzel*) oder grobes Salz
- Mini-Wienerle (optional)

Mehl in einer großen Schüssel mit Hefe, Zucker und Salz vermischen, das lauwarme Wasser und zuletzt die weiche Butter  dazu geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Diesen mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort, mindestens 1 Stunde gehen lassen.
Der Teig sollte dabei deutlich an Volumen zulegen.

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
Teig auf einer leicht bemehlten Fläche nochmals kurz durchkneten und in etwa 40 gleichmäßige Portionen teilen. Mit den Händen kleine Brötchen formen.
Wer mag, kann diese mit kleinen Würstchen füllen, das kommt bei Kindern besonders gut an.

1 Liter Wasser in einem großen Topf erhitzen. Wenn das Wasser kocht, Topf vom Herd nehmen und vorsichtig das Natron einrühren (ACHTUNG! Nicht erschrecken, es kann stark sprudeln!).
Die Brötchen portionsweise 30 Sekunden in der Lauge baden, mit einem Schöpflöffel wieder herausnehmen und gut abgetropft auf ein Blech mit Backpapier legen. Mit Backsaaten oder grobem Salz bestreuen und 15 Minuten hellbraun backen.

Laugenkonfekt mit Backsaaten

Laugenkonfekt mit Backsaaten

*Link zum Amazon-Partnerprogramm - mehr dazu in der Sidebar

Pasta mit Rosenkohl & Hummus-Sauce

31. Januar 2019

Ihr Lieben, wie könnte ich den Januar besser beschließen, als mit meiner Teilnahme an der ersten Ausgabe von "Saisonal schmeckt's besser 2019"?!
Unser Gemeinschaftsevent ist nun schon ein ganzes Jahr alt und ich freue mich sehr, dass wir euch erneut 20 saisonale Gemüsegerichte vorstellen können.
Obwohl ich ansonsten auch mit saisonalen Zutaten koche und backe, macht es immer ganz besonders viel Spaß, das Rezept für ein bestimmtes Gemüse oder Thema zu entwickeln.

Bei mir steht dieses Mal der bei vielen unbeliebte Rosenkohl auf der Speisekarte.
Kombiniert habe ich ihn mit selbstgemachter Pasta und einer der einfachsten und zugleich leckersten Saucen, die ich kenne. Es handelt sich im Grunde um flüssiges Hummus, das geschmacklich ganz wunderbar zu Rosenkohl, Wirsing oder Brokkoli passt. Besonders wenn das Gemüse im Ofen gegart und leicht geröstet wurde.
Eurer Pasta könnt ihr, sofern ihr sie selbst macht, durch Rote-Bete-Pulver eine rosarote Farbe verleihen. Ich brauche das manchmal an tristen Wintertagen.
Wenn ich dann mein kunterbuntes Essen auf dem Teller vor mir habe, ist mir das Wetter egal. Probiert es aus, das Auge isst mit!
Und falls ihr mal faul seid, ...die Hummus-Sauce kann man notfalls auch pur zu einer Scheibe Brot löffeln ♥


Rösti-Quiche mit Lauch

27. Januar 2019

Letzte Woche habe ich jemanden mit den Worten "Wenn hier etwas streng riecht, das ist der Bergkäse, nicht ich!", an der Tür begrüßt. Es war mir ein dringendes Bedürfnis, das klarzustellen, denn das Haus roch aus allen Poren.
Schuld daran war die Rösti-Quiche, die ich euch heute nichtsdestotrotz für kalte Wintertage ans Herz legen möchte. 
Der aromatische Geruch kündigt bereits beim Backen einen köstlichen Gaumenschmaus an, der wunderbar ohne Fleisch auskommt. Wer es trotzdem vermisst, dem empfehle ich eine dicke Scheibe gebratenen Fleischkäse dazu.
Mir schmeckt der Röstikuchen am besten mit einer großen Portion Apfelmus oder einem frischen Kräuterquark.
Genau das richtige Soulfood für meinen vom Ausmisten überladenen Kopf.
Jedes Jahr im Januar trenne ich mich von einigen Dingen, die ich nicht mehr benötige und aktuell bin ich sehr zufrieden mit mir. Es geht zwar langsam, aber viele Teile haben bereits ihre neuen Besitzer gefunden und mir mehr Raum verschafft.
Zumindest zeitweise, denn besonders für den Blog bin ich natürlich immer auf der Suche nach schönen Einzelstücken zum Fotografieren. Und so räume ich und schiele gleichzeitig bei den Kleinanzeigen nach neuen Schätzen. Irgendein Hobby braucht schließlich jeder.
In diesem Sinne, habt es fein - eure Janke.

Kartoffelkuchen mit Lauch

Karamell-Schnecken nach Julie Jones

20. Januar 2019

Letzte Woche habe ich euch eins meiner liebsten Bücher aus dem vergangenen Jahr vorgestellt: "Einfach schön backen" von Julie Jones. Natürlich habe ich es nicht bloß gelesen, sondern tatsächlich sehr schöne Rezepte daraus nachgebacken. Die Karamellschnecken fand ich so unglaublich lecker, dass ich sie euch ausdrücklich ans Herz legen will muss.
Die schwedischen Zimtschnecken kennt ja inzwischen jeder und hier in Deutschland sind Mohnschnecken wortwörtlich in aller Munde, aber Karamellschnecken hatte ich bisher noch keine gegessen.
Einmal gebacken, sind sie von null direkt auf Platz eins meiner Hefeschnecken-Hitlist aufgestiegen und das liegt nicht ausschließlich am köstlichen Sahnekaramell mit Meersalzflocken, sondern auch am besonders fluffigen Hefeteig.
Eigentlich war ich der Meinung, inzwischen meinen "Hefeteig für alle Fälle" gefunden zu haben, aber ich muss sagen, er hat starke Konkurrenz bekommen.
Das leicht salzige Karamell tut sein übriges, um diesen Schnecken Suchtpotenzial zu verleihen! Es ist das i-Tüpfelchen auf jeder Hefeschnecke, die Kirsche auf der Sahne, die...
Verzeihung, ich schweife ab. Hier kommt nun das Rezept für euch, aber wehe hinterher sagt jemand, ich hätte ihn nicht vorher gewarnt.
Habt es fein, eure Janke.

Karamellschnecken von Jankes Soulfood

Sauerbraten nach Art des Hauses

13. Januar 2019

Ihr Lieben, ich habe euch für 2019 neue Events angekündigt und heute startet mit "All you need is.." das erste davon. Steph vom Kleinen Kuriositätenladen hat wieder jede Menge Foodblogger vereint und gemeinsam widmen wir uns heute dem Thema "Schmoren". Insgesamt 27 unterschiedliche Gerichte hauen wir für euch raus und ich bin sicher, dass für jeden etwas dabei ist.
Ihr werdet auf köstliche Klassiker wie Rouladen, Coq au vin und Gulasch treffen, aber mit geschmorten Kalbsbäckchen, Ochsenschwanz und Schweineherzen vielleicht auch kulinarisches Neuland betreten. Natürlich sind auch reine Gemüsegerichte in unserer großen Auswahl zu finden.
Ich selbst habe mich einer kleinen Herausforderung gestellt und meinen ersten Sauerbraten zubereitet. Diesen Floh hatte mir eine liebe Bekannte ins Ohr gesetzt, als wir uns vor Weihnachten zufällig beim Optiker trafen (nur falls ihr euch immer noch fragt, woher ich meine Ideen habe).
Sofern man durch seinen Wohnsitz nicht zwingend an eine regionale Sauerbraten-Variante "gebunden" ist, steht man erstmal vor einem Problem.
Entscheidet man sich nun für den rheinischen Sauerbraten, oder doch lieber für die fränkische Version? In Baden ist das Rezept wieder etwas anders und sogar in Sachsen hat man seine eigenen Sauerbraten-Gesetze.
Als Hessin in der Mitte, habe ich mir erlaubt, aus jedem Rezept das zu verwenden, was mir am besten gefiel. Aus dem Badischen habe ich mir den Rotwein geliehen, den Pumpernickel gibt man in Westfalen dazu und meine Cranberries ersetzen die rheinischen Rosinen.
Herausgekommen ist ein Sauerbraten nach Art des Hauses Schäfer, der unglaublich zart war und eine schön würzige Note hatte.
Meine Geschmackstester waren zufrieden bis begeistert, bloß eine konnte sich mit der ungewöhnlichen Säure nicht anfreunden: die Köchin! Ich selbst war meine größte Kritikerin und regelrecht enttäuscht, dass ich dem Sauerbraten so wenig abgewinnen konnte.  Letztendlich habe ich jedoch beschieden, dass man nicht alles mögen muss. Sorry deutscher Sauerbraten, du und ich... das passt nicht zusammen.
Mein Paps, der immer ehrlich seine Meinung kundtut, war hingegen sehr angetan und hat sich eine zweite Portion genommen. Ebenfalls als Testesser rekrutiert wurden Tante, Onkel und die liebe Bekannte, der ich mein Experiment zu verdanken hatte. Fazit: anders als man Sauerbraten bisher aus Mittelhessen kannte, aber sehr lecker. Grund genug für mich, das Rezept für euch frei zu geben. Los geht's!

Mein erster Sauerbraten

[Rezension] Einfach schön backen von Julie Jones

10. Januar 2019

Wenn Kuchen lächeln könnten, würden die Kreationen der Britin Julie Jones bis über beide Ohren grinsen. Ihre Pies, Tartes und Torten sind kleine Kunstwerke und stecken voller Liebe zum Detail. Da werden Schnecken geformt, Kügelchen gerollt, Zöpfe geflochten, Blätter ausgestochen und manchmal kann man gar nicht begreifen, wie das mit normalem Kuchenteig überhaupt möglich ist.
Wenn man dann jedoch hinter die wunderschönen Bilder von Julies Instagram-Account blickt und sich die Zeit nimmt, ihre Texte zu lesen, bemerkt man zwei Dinge sehr schnell: Backen kann mit der nötigen Ruhe therapeutisch sein und Backen ist das Kommunikationsmittel zwischen Julie und ihrer demenzkranken Mama.
Ganz offen geht sie mit diesem schwierigen Thema um und macht dabei viel Mut.
Als die Krankheit Mutter und Tochter "emotional" zu trennen droht, beginnen die gemeinsamen Stunden an der Teigschüssel, die Julie immer wieder rührend beschreibt.
Kein Wunder, dass genau diese Authentizität so viele Menschen anspricht. Man hat das Gefühl, die kleinen, verschlungenen Verzierungen erzählen Julies Familiengeschichte.
Die Liebe und das Talent zum Kochen und Backen hat sie von der Mama geerbt. Schon als kleines Mädchen, so erzählt sie, habe sie auf einem Hocker neben der Mutter in der Küche gestanden und im Teig gerührt. Heute ist sie es, die das Mutter-Tochter-Duo beim Backen anleitet und so die glücklichen Zeiten für beide wieder lebendig macht.

Am 21. September 2017 erscheint mit "Soulful Baker" die englische Originalausgabe ihres ersten Buches, das seit Februar 2018 auch in Deutschland erhältlich ist:

  
Julie Jones

Erschienen am 20.02.2018 im Dorley Kindersley Verlag.
Gebundene Ausgabe mit 178 Seiten.
ISBN: 978-3831034536 
Preis: 19,95€ 

Eine Leseprobe findet ihr direkt beim Verlag.

















Glasnudelsalat mit Rotkraut

30. Dezember 2018

Ihr Lieben, das Jahr geht zu Ende und ich verabschiede 2018 mit einem weiteren Vorschlag für eure Silvesterfeier.
Vorher möchte ich mich jedoch bei euch allen bedanken. Danke, dass ihr hier so gerne reinschaut. Danke für all die lieben Kommentare, Nachrichten und Mails, für euer Feedback, manche konstruktive Kritik und viele neue Ideen.
Mein kleiner Blog macht mir nach wie vor große Freude, auch wenn ich 2018 rheumabedingt nicht ganz so viele Rezepte online stellen konnte, wie ich es mir gewünscht hatte.
Zum Ende des Jahres habe ich deshalb nochmal Gas gegeben und freue mich wirklich riesig über euer Interesse an dem, was ich hier fabriziere.

Ich habe notiert, dass euch die kleinen Gerichte, genau wie mir, am meisten Spaß machen und verspreche, euch weiterhin regelmäßig damit zu versorgen.
Besonders schön finde ich, dass ihr unser Blogevent "Saisonal schmeckt's besser" so toll findet und auch hier darf ich vermelden, dass wir in die Verlängerung gehen.
Alle Rezepte findet ihr, nach Monaten sortiert, als kostenloses E-Book im Download-Bereich.
Im Januar dürft ihr euch auf drei Buchrezensionen freuen. Ich habe ein Rezept aus dem neuesten Werk von Yotam Ottolenghi für euch in der Warteschleife, stelle euch die wunderschönen Backkreationen von Julie Jones vor und probiere mich in alternativer Pastaherstellung mit Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Gemüse.

Das Original meines heutigen Rezeptes habe ich vor einigen Monaten auf Pinterest entdeckt. Der "Sesame Cabbage Noodle Salad" von Feasting at home hat mich seitdem immer wieder von meiner To-try-Liste angelacht, weshalb ich froh bin, dass er da nun nicht mehr geparkt werden muss. Einige Kleinigkeiten habe ich meinem Geschmack angepasst und finde das Ergebnis super lecker. Ein etwas anderer Partysalat, der fix zubereitet ist und ohne Garnelen und Honig sogar vegan serviert werden kann. Wir hingegen haben ihn zu einer frischen, hessischen Wildschweinwurst gegessen; auch das hat toll geschmeckt.
Viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Eure Janke  

Asiatischer Glasnudel-Rotkraut-Salat

DESIGNED BY ECLAIR DESIGNS