Gemüse-Ravioli in Tomatensauce

12. Juli 2020

Vor einigen Monaten hatte ich mein Outing. Ein Foodblogger-Outing sozusagen, denn ich habe mich öffentlich auf Instagram zu meinem ekligsten "guilty pleasure" bekannt: 
Dosenravioli! Am liebsten kalt - mit dem Löffel direkt aus der Dose!
Schlimm, ich weiß - aber 2-3 Mal im Jahr kann ich den Einkaufswagen einfach nicht am Regal mit den quadratischen Teigtaschen in Tomatensauce vorbeischieben. Wenigstens widmen sich meine Gelüste ausschließlich der Gemüseversion - falls das die Sache in einem etwas besseren Licht erscheinen lässt.

Genau wegen dieser ungebrochenen Leidenschaft, habe ich mich ganz besonders auf die heutige Runde von "all you need is.." gefreut. Unser Thema:  
Homemade - Fertigessen-Klassiker selbstgemacht.
Meine Chance, der Dosenravioli auf den Grund, beziehungsweise an die Füllung zu gehen. Zu Testzwecken habe ich mir das "Original" besonders gründlich auf der Zunge zergehen lassen und mal ganz genau hingeschmeckt, so wie Mälzer bei "Kitchen Impossible".
Erste Überraschung: die gemüsige Version der Dosenravioli ist nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan, weshalb auf Eiernudeln verzichtet wird.
Zweite Erkenntnis: die Zutatenliste ist zwar lang, aber immerhin verständlich.
So war es mir möglich, meine ganz eigene Version dieses Camping-Klassikers nachzukochen und abzuschmecken.
Das Ergebnis: mehr Arbeit, ganz klar, aber auch mehr Gemüse, das nach Gemüse aussieht, eine fruchtigere, weniger süße Tomatensauce und herrlich grün gefüllte Ravioli.
Vielleicht muss ich zukünftig nur noch ans Kellerregal gehen, wenn mich der Hunger nach den kleinen Teigtaschen überkommt. Vielleicht..

21 weitere, hausgemachte Leckereien von lieben Kollegen und Kolleginnen, habe ich euch wie immer am Ende des Beitrags aufgelistet.

Dosenravioli selbstgemacht von Jankes Soulfood

Zutaten für die Tomatensauce: 
  • 100g Lauch
  • 1 Zwiebel 
  • 150g Karotten
  • 1 grüne Paprika
  • 150g Zucchini
  • 100g Mais
  • 100g Erbsen
  • 3 EL neutrales Öl (hier Rapsöl)
  • Salz & Pfeffer
  • 800g stückige Tomaten
  • 400-500ml passierte Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark 
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 TL Essig oder heller Balsamico
  • 1 EL Oregano
  • ggf. Johannisbrotkernmehl zum Binden

Vorbereitung:
Lauch in schmale Ringe schneiden. Zwiebel, Paprika und Zucchini fein würfeln. Karotten in kleine Stifte schneiden.
Ich persönlich mag das Gemüse noch bissfest, weshalb ich aufs Blanchieren verzichtet habe. Paprika, Karotten, Mais und Erbsen können vor der weiteren Verarbeitung natürlich kurz in heißem Wasser vorgegart werden.

Zubereitung:
Öl in einem weiten Topf erhitzen. Lauch und Zwiebeln darin anschwitzen. Karotten, Paprika und Zucchini dazu geben und das Gemüse auf niedriger Temperatur einige Minuten anbraten. Anschließend kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Mit Tomatenstücken und passierten Tomaten aufgießen. Tomatenmark, Zucker und Essig unterrühren und aufkochen lassen. Oregano, Mais und Erbsen dazu geben und eventuell erneut abschmecken. Sauce 30-60 Minuten auf sehr niedriger Hitze durchziehen lassen.


Zutaten für ca. 40 Ravioli: 
  • 225g Pastamehl (doppelgriffiges Weizenmehl Type 405 + Hartweizengrieß)
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Öl
  • 75-100ml frisches Wasser
Füllung:
  • 1 kleine Zwiebel
  • 80g gelbe Paprika
  • 80g Karotten
  • 50g Erbsen
  • 100g Blattspinat
  • 1-2 EL neutrales Öl (hier Rapsöl)
  • Salz & Pfeffer
  • Muskat
  • 2 EL Erbsenmehl oder Semmelbrösel

Zubereitung Pastateig:
Mehl und Salz verrühren. Öl und 75ml Wasser dazu geben. Mit den Händen kneten und weiteres Wasser in kleinen Portionen dazu geben.
Der Teig sollte beim Kneten schön geschmeidig und elastisch werden. Zur Kugel formen, flach drücken und in Frischhaltefolie mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
Anschließend portionsweise sehr dünn (etwa 2mm) ausrollen. Am besten und sehr gleichmäßig funktioniert das mit einer Nudelmaschine - manuelle Walzen* gibt es schon ab etwa 40,- Euro, vielleicht habt ihr aber auch einen Aufsatz für eure Küchenmaschine, so wie ich.

Zubereitung Füllung:
Zwiebel, Paprika und Karotten klein schneiden. Blattspinat waschen und gut abtropfen lassen. Erbsen kurz in heißem Salzwasser blanchieren.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Paprika und Karotten auf niedriger Hitze anbraten und garen. Blattspinat dazu geben, unterheben und anschwitzen, bis er zusammenfällt. Gemüse mit einem Stabmixer oder im Foodprocessor pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Zum Binden der Masse eignen sich Erbsenmehl oder Semmelbrösel. Da ich nur Kichererbsenmehl (sehr intensiver Geschmack!) Zuhause hatte, habe ich beides gemischt.
Füllung abkühlen lassen.

Und dann kann der Spaß losgehen. Zum Befüllen der Ravioli habe ich einen Teigausstecher* verwendet, ihr könnt aber auch ein Raviolibrett benutzen, je nachdem wie groß ihr eure Ravioli zubereiten möchtet. Bei mir ergaben die Zutaten etwa 40 Ravioli.
Teig ausstechen, eine kleine Portion Füllung in die Mitte geben, Rand ganz leicht mit Wasser einstreichen und zu einer Teigtasche zusammenfalten.
In kochendem Salzwasser etwa 6 Minuten bissfest garen, herausnehmen und anschließend in der Sauce durchziehen lassen (ganz wichtig - dadurch werden die Ravioli herrlich weich!). 
 
Vegane Ravioli mit Gemüse

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Du bist Foodblogger und hast Lust, bei unserer nächsten Aktion dabei zu sein? Melde dich gerne bei mir oder Nadine vom Möhreneck und wir laden dich in unsere Gruppe ein.
Im August lautet unser Thema "Tapas".

Einfache Quarkbrötchen ohne Hefe

5. Juli 2020

Richtig gelesen: die bekennende Hefeteig-Liebhaberin hat "fremdgebacken" und gibt ihren Seitensprung mit Backpulver öffentlich zu! Ein Skandal? Nein, das kann man durchaus mal machen. Aber von Anfang an:
Manchmal finden mich Rezepte, an denen ich mich regelrecht festbeiße. So ging es mir auch mit den schnellen Quarkbrötchen, die mir eine liebe Bekannte empfahl. Brötchen ohne Hefe, mit einem Magerquark-Mehl-Verhältnis von 2:1 - ich war erstmal skeptisch.
Da ich aber auch mein Soda bread unwahrscheinlich gerne esse, hatte ich schnell alle Zutaten in der Schüssel und die Brötchen im Ofen.
Versuch 1 kam bei meiner Familie deutlich besser an, als bei mir selbst - mir waren die Brötchen aus Dinkelmehl, Quark, Salz und Backpulver etwas zu feucht.
Da ich an dieser (erfrischend überschaubaren) Zutatenliste nichts ändern wollte, verzichtete ich auf Öl, Eier oder was mir sonst noch spontan in den Sinn kam.
Stattdessen erhöhte ich die Mehlmenge deutlich von 125 auf 200 Gramm. Im ersten Moment nach dem Backen sehr viel besser, beim Erkalten wurden mir die Brötchen allerdings etwas zu dicht und glichen eher einem Brot. Dünn geschnitten oder getoastet super, als "leichtes" Brötchen eher ungeeignet.
Nach drei weiteren Backsessions habe ich das (für mich) beste Verhältnis gefunden und empfehle euch, genauso mit den Mehlmengen zu spielen.
Einfacher kann man ein Brötchen nicht zubereiten und obwohl ich die Hefeteigvariante bevorzuge, werden auch diese kleinen Backwerke bestimmt wieder den Weg auf meinen Tisch finden. 

Quarkbrötchen ohne Hefe

Zucchinisuppe

3. Juli 2020

Ja, ich weiß: für viele von euch sind Zucchini ein Gemüse, das absolut keine Daseinsberechtigung besitzt. Dem einen sind sie zu wässrig, der anderen fehlt es an Geschmack, doch ich liebe dieses Kürbisgewächs wirklich heiß und innig!
Und deshalb zieht mit dem heutigen Beitrag bereits das 17. Zucchini-Rezept in meinem Soulfood-Archiv ein. Rezepte in denen Zucchini "nur" eins von vielen Gemüsen sind, nicht einmal mitgerechnet!
"Und warum quält sie uns so, wenn sie doch weiß, dass wir diese krummen Dinger nicht sonderlich mögen?" werdet ihr euch fragen.
Weil irgendwann genau DAS Rezept dabei sein wird, welches auch euch bekehrt. Und dann werdet ihr mir ewig dankbar sein! Ganz bestimmt!

Einer von vielen Gründen für meine ungebrochen große Leidenschaft: aus Zucchini lassen sich im Handumdrehen zahlreiche, einfache Gerichte zaubern. Damit ihr nicht lange im Archiv suchen müsst, habe ich euch meine persönlichen Highlights unten verlinkt.
Mein aktueller Versuch, Zucchini-Jünger aus den Nicht-Gläubigen unter euch zu formen, kommt sehr geschmeidig in Form eines Süppchens daher. Der cremige Traum ist in unter 30 Minuten zubereitet, benötigt nur wenige Zutaten und schmeckt auch an warmen Tagen wunderbar.

Zucchinisuppe mit Frischkäse

Butterkekskuchen

28. Juni 2020

Ich liebe Himbeeren. Von allen Beeren, die uns der Sommer gerade präsentiert, sind sie mir die liebsten, weshalb es völlig inakzeptabel ist, dass es im Soulfood-Archiv noch keinen Himbeerkuchen gibt. Sechs Jahre Blog und kein einziger Himbeerkuchen! Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich die zuckersüßen Früchtchen, die in unserem Garten wachsen, immer direkt vom Strauch nasche und sie es nur selten bis in meine Küche schaffen.

Wie gut, dass Jana von Nom Noms Food und Nicole von Zuckerdeern zum "Berry Boom" aufgerufen haben - das war meine Chance: endlich ein Himbeerkuchen von Jankes*Soulfood!
Und dann?! In all meiner Vorfreude habe ich mir den heutigen Tag notiert, obwohl die große Sause gestern stattfand. Das ist dem Himbeerkuchen natürlich völlig egal, mir jedoch war es äußerst peinlich. Und so hinke ich nun einen ganzen Tag hinterher und habe meinem unwahrscheinlich leckeren Butterkekskuchen mit Himbeeren den ganz großen Auftritt vermasselt.
Dabei hatte ich mich am Freitag noch beeilt, gebacken wie der Blitz - aber die Rechnung ohne meine Zitronencreme gemacht. Dieser oder vielleicht auch dem Geliermittel meiner Wahl (Agar-Agar) gefiel die Raumtemperatur von 28°C überhaupt nicht und so musste ich mich kurz vor dem Ziel geschlagen geben.
Ihr seht, auch hier läuft nicht immer alles rund und manche Rezepte wollen wohl einfach doppelt ausprobiert werden, bevor ich sie mit gutem Gewissen an euch weitergeben darf.
Die köstlichen Rezepte der Aktion "Berry Boom" habe ich euch natürlich trotzdem unten verlinkt und ihr solltet euch unbedingt einmal bei den anderen umschauen.
Liebste Grüße - eure Janke

Biskuit mit Himbeeren und Zitronencreme

Bunter mexikanischer Nudelsalat

14. Juni 2020

Herzlich Willkommen an der Salatbar!
Heute dürft ihr euch auf insgesamt 23 leckere Salatkreationen freuen, die wir für unsere monatliche Aktion "All you need is.." zubereitet haben.
Auf unserem riesigen, virtuellen Büfett steht alles, was das Salatherz begehrt: der klassische deutsche Kartoffelsalat trifft auf Tabouleh, Italien meets Griechenland und der Caesar Salad aus den USA kuschelt sich an gegrillten Fenchel.

Bei mir in der Soulfood-Küche gibt es einen mexikanischen Nudelsalat, der das Potenzial hat, mein Lieblingssalat 2020 zu werden. Da ist alles drin, was ein Soulfood-Salat benötigt: knackiger Eisberg, süße Maiskörner, Spiralnudeln in cremigem Dressing, knusprige Nachos... Und auch wenn ich nichts daran ändern wollte, ist mein Salätchen natürlich ganz leicht abzuwandeln.
Klickt euch unbedingt auch bei den anderen Teilnehmern durch und holt euch ordentlich Lust auf selbstgemachte Salate. Die Links findet ihr, wie immer, am Ende des Beitrags.
Das Büfett ist eröffnet!

Tortilla-Nudel-Salat von Jankes Soulfood

Erdbeer-Rhabarber-Streuselkuchen

26. Mai 2020

Seit über drei Monaten gab es nun keinen Kuchen hier auf dem Blog! Dabei backe ich aktuell so regelmäßig wie noch nie. Gut, nicht immer Kuchen, aber schon auch süße Leckereien, die hier alle bei Laune halten.
Gestern gab es einen, ich möchte sagen "dekadenten" Streuselkuchen mit Erdbeeren und Rhabarber, den ich euch jetzt aber wirklich nicht vorenthalten kann und möchte. 
Meine gesamte Familie liebt Streuselkuchen mit Hefeteigboden - einen anderen gibt es schlichtweg nicht! Auf dieser Basis lässt sich nämlich bestens aufbauen und man kann je nach Saison Früchte zwischen die dicken Streusel stapeln. Jetzt im Mai gab es zuerst Rhabarber-Streuselkuchen und gestern dann die logische Fortsetzung: einen Erdbeer-Rhabarber-Streuselkuchen. 
Den habe ich tatsächlich zum ersten Mal gebacken. Erdbeeren auf Hefeteig hatte ich vorher noch nicht. Schande über mein Haupt - schmeckt das lecker! 
Dank vieler, kleiner Erdbeeren, die ich nicht halbieren musste, war der Kuchen heute nicht durchgeweicht, sondern noch schön fluffig.
So kann ich ihn mit bestem Gewissen zu meiner lieben Nadine vom Möhreneck schicken, denn die sammelt gerade Rezepte mit Erdbeeren. Bis zum 30. Juni 2020 könnt ihr ebenfalls dabei sein. Auf die Erdbeeren, fertig, los!

Erdbeer-Rhabarber-Kuchen mit Streuseln von Jankes*Soulfood

Indisches Dal aus roten Linsen

11. Mai 2020

Auch der Frühling hat manchmal noch diese kalten Tage, an denen man die dicken Wollsocken wieder aus der Schublade holt und Lust auf ein seelewärmendes Essen hat. Gerade jetzt, in dieser völlig verrückten Zeit, sind Mahlzeiten, die den ganzen Körper von innen erwärmen irgendwie auch tröstlich.
Ich hatte euch letztens bereits erzählt, dass ich aktuell viele neue Rezepte ausprobiere, es aber die wenigsten auf den Blog schaffen, weil mir die Motivation zum Schreiben fehlt.
Es ist gar nicht mal die Situation an sich (Stichwort Corona), die mich so erdrückt, sondern vielmehr der Umgang damit. Ich will jetzt gar nicht weit ausholen, bloß eines loswerden: habt Geduld miteinander und Verständnis. Im Kleinen wie im Großen. Keiner gewinnt, wenn Menschen sterben, Geschäfte für immer schließen und Länder die Grenzen dicht machen. Das kann so keiner wollen! Das entscheidet (zumindest hier in Deutschland!) auch mit Sicherheit niemand gerne und "einfach mal so". Deshalb hinterfragt bitte Nachrichten, die euch seltsam vorkommen und teilt absurdes Geschwurbel nicht ungeprüft. Das macht es nicht besser und erschwert die wertvolle Arbeit all jener, die gerade den Laden am Laufen halten.

So - zurück zur Kulinarik und dem Grund dafür, dass es mein fixes Dal aus roten Linsen nun doch auf den Blog geschaftt hat. Motivator war die liebe Ina von Ina Is(s)t und ihr Blogevent "International Potluck". Seit dem 25.03. sammelt Ina bereits leckeres Essen aus allen Teilen der Welt und ich reihe mich am allerletzten Tag auch noch ein. Uff, das war echt knapp, aber ich freue mich sehr.

Was aber ist denn nun bitte dieses Potluck?
Ina schreibt dazu: "In Kanada habe ich ein tolles neues Event kennengelernt, das mit einem Wort beschrieben wird, für das es im Deutschen eigentlich keine 1zu1-Übersetzung gibt: Potluck!
Potluck bedeutet dabei, dass jeder zu einer Party ohne Absprache etwas Kulinarisches mitbringt. Übersetzt bedeutet es so viel wie „Topf Glück“. Es ist die perfekte Möglichkeit, um neue Dinge kennenzulernen."
Eine schöne Idee, oder? Und der perfekte, virtuelle Tisch für mein cremiges Dal aus Indien.

Indisches Linsen-Dal von Jankes Soulfood

Arancini di riso

10. Mai 2020

Hand aufs Herz: wenn es um die italienische Küche geht, sind wir Deutsche gedanklich immer schnell bei den beliebten Exportschlagern Pizza und Pasta, dicht gefolgt von Süßspeisen wie Eis und Tiramisù. Natürlich wissen wir, dass "Bella Italia" so viel mehr zu bieten hat, doch leider findet sich nur ein Bruchteil auf unserer Speisekarte wieder.
Ein Grund mehr für meine lieben Kollegen und mich, ganz viel amore in eure Küchen zu zaubern. Über 20 typisch italienische Rezepte haben wir für die Mai-Edition von "All you need is.." gesammelt und vielleicht entdeckt ihr das ein oder andere Gericht völlig neu für euch.

Für mich war sehr schnell klar: ich möchte ein Reisgericht kochen, denn die kommen mir ehrlich gesagt immer ein wenig zu kurz in solchen Sammlungen. Dabei ist ein cremiges Risotto DAS Soulfood schlechthin! Schon die Zubereitung versetzt mich in absolute Tiefenentspannung und spätestens, wenn kurz vor dem Servieren noch der Parmesan untergehoben wird, sind alle Sinne auf Genuss programmiert.
Für das folgende Rezept müsst ihr allerdings sehr tapfer sein und dem liebevoll gerührten Reis widerstehen. Es kommt noch schlimmer: ihr müsst ihn kalt werden lassen und klebrig, damit daraus ein echt italienisches Street Food werden kann: Arancini di riso.

Sizilianische Reisbällchen von Jankes Soulfood

DESIGNED BY ECLAIR DESIGNS