Schnelles Dinkelbrot ohne Hefe

28. Februar 2015

Als ich letztens bei einer Freundin war, zog sie eine kleine Schublade auf, hob einen Stapel Papierschnipsel heraus und übergab ihn mir mit den Worten: 
"Die musst du bitte alle mal ausprobieren!"
In der Hand hielt ich etwa 15-20 Rezepte, die sie aus Zeitungen und Zeitschriften herausgerissen hatte. Ich fand das super süß und einer ihrer Rezeptwünsche* sprach mich sofort an. 
Es ist ein leckeres Brot, das es ab sofort regelmäßig bei uns geben wird.
Ganz ohne Hefe, dafür aber mit Saurer Sahne, ist es für ein Dinkelbrot himmlisch fluffig und schmeckt eher nach Baguette. Probiert es einfach einmal aus.

Jankes*Soulfood

Zutaten
  • 200g Saure Sahne
  • 200ml Milch
  • 280g Dinkelmehl
  • 1 1/2 TL Salz
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 80g + 2 EL Haferflocken
  • etwas Fett für die Backform
  • 1 Kastenform

Das Brot ist ruckizucki gemacht. Verrührt zuerst die Saure Sahne mit der Milch, gebt dann Mehl, Salz und Backpulver dazu und vermischt alles mit einem Löffel. Zum Schluss hebt die Haferflocken unter und füllt den Teig in eine gut gefettete Backform.

Der Teig ist relativ "flüssig" und erinnert in seiner Konsistenz eher an Kuchen- als an Brotteig. Ich hatte ehrlich gesagt Zweifel, ob das Brot gelingen würde, aber das Ergebnis hat absolut überzeugt und ist eine tolle Lösung für Menschen, die Hefe nicht mögen oder vertragen.

Bestreut den Teig mit Haferflocken und backt das Brot 30-40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Heißluft). Anschließend 10 Minuten in der Form abkühlen lassen und dann heraus nehmen.

Habt alle einen schönen Samstag und vielleicht gibt es ja schon morgen zum Frühstück ein leckeres Dinkelbrot..

Jankes Soulfood Brot

* Das Originalrezept wurde unter "Irish Bread" in der Brigitte 21/2014 veröffentlicht. 
Ich habe es leicht abgewandelt.


Pizza con trota

26. Februar 2015

Hallo ihr Lieben, in den letzten Tagen habe ich viele neue Rezepte ausprobiert und ich freue mir gerade ein Loch in den Bauch. Einfach weil es geschmeckt hat und die Fotos alle ganz hübsch geworden sind und weil ich euch nach und nach davon berichten kann. Für meine Verhältnisse war ich sehr experimentierfreudig. Die veganen Rotkohlrouladen mit Bulgur und die Blutorangenmuffins kamen aber auch bei euch super an. Danke für das tolle Feedback ♥

Am vergangenen Wochenende haben wir von einem Bekannten, zwei frische Regenbogenforellen aus dem Waldecker Land bekommen. Da mein Paps einen kleinen Tischräucherofen hat und wir das lange nicht gemacht hatten, stand schnell fest, dass die Forellen geräuchert werden. Am Ende des Beitrages könnt ihr noch eine kleine Anleitung finden, falls ihr auch einmal selbst räuchern wollt.

Die Soulfood-Familie isst geräucherte Forelle am liebsten ganz klassisch auf frischem Brot mit etwas Butter. Aaaaaber ich wollte ja mal etwas anderes machen.
Wenn ich nachts wachliege, stöbere ich gerne in E-Books durch Rezepte und lasse mich inspirieren. Oftmals kommen dann völlig andere Gerichte dabei rum, weil ich es nicht lassen kann, Zutaten zu ergänzen oder zu verändern.
Das heutige Rezept ist nah dran am Original und ich habe es in der Rezepte-App von LECKER gefunden. Dank Tanja von Rock & Owl hat das Gericht nun auch noch einen wohlklingenden Namen. Ich danke dir, meine Liebe ♥


Soulfood Tuesday mit Besuch von Insane in the kitchen

24. Februar 2015

Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt.
Und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes, denn die liebe Sibel von Insane in the kitchen ist heute zu Besuch.
Ach, ich freu mich wie ein Keks, denn Sibel ist so ein Herzstück und war eine der Ersten, die ich als Neubloggerin im letzen Jahr "kennengelernt" habe.
Mit ihren Beiträgen hat sie bei mir schon für den ein oder anderen Lachflash gesorgt und wer ihren Blog noch nicht kennt, der möge sich JETZT kurz schämen und anschließend bitte ganz fix zu ihr rüberhüpfen.
Von Nürnberg (Saure Zipfel) bis Istanbul (Havuç Köftesi) findet ihr viele, viele Leckereien die mit einer total herzlichen Schreibe an die Leser gebracht werden.
Einen Einblick in Sibels herrlichen Humor findet ihr beispielsweise in ihrem Beitrag 
"Behind the scenes".
So, genug der Lobhudelei, Frau Insane - bitte übernehmen Sie :)

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Liebe Soulfoodies, 
die liebe Janke hat mir heute das Mikro ähhh.. ich meine die Tastatur in die Hand gedrückt. 
Das freut mich natürlich sehr, dass ich bei ihr bloggen und beim Soulfood Tuesday dabei sein darf. 
Warum? Nun, ich liebe ihren Blog, ihre Rezepte und ihre absolut liebenswürdige Person und bei lieben Menschen ist man doch gerne - auch wenn es leider nur virtuell ist (liebe Janke, das müssen wir aber schleunigst ändern^^).

Dann fangen wir mal mit dem an, was Muddi mir immer mal mehr mal weniger erfolgreich beigebracht hat, nämlich mit guten Manieren und stelle mich kurz vor:
Hallo, ich bin die Sibel, 36 Jahre alt, komme aus Nürnberg und esse verdammt gerne. 
Die Vorstellung klingt jetzt etwas nach Stuhlkreis bei den anonymen Abnehmwilligen - da gehöre ich laut meiner Waage aber auch definitiv hin.^^ 
Schuld daran ist - so munkelt man - mein Hang zum Genießen vom guten Essen und das wird fleißig auf meinem Blog Insane in the Kitchen dokumentiert. 
Bei mir findet Ihr ein Topf Buntes. 
Süßes wie Herzhaftes, Lokales wie Internationales, wobei bei den internationalen Gerichten die türkische Küche eindeutig überwiegt, weil ich selbst türkischer Herkunft bin. 
Mein Blog hat also kulinarischen Migrationshintergrund.^^


Resteverwertung deluxe

23. Februar 2015

Hallo ihr Lieben,
erinnert ihr euch an die leckeren Rotkohlrouladen vom Freitag? 
Ich hatte euch ja erzählt, dass wir einige Zutaten übrig hatten.
Außerdem mussten noch Reste aus Kühlschrank und Vorratskammer aufgebraucht werden.
Also gab es am Samstag ein wahrhaft buntes Allerlei, das so lecker war, dass ich es nun unbedingt verbloggen musste :-)
Für die Mengenangaben übernehme ich keine Garantie, nehmt das Rezept eher als Inspiration.
Beim Resteessen können manchmal die besten Rezepte entstehen, also immer schön mutig ran an die Pfanne! Und am besten gleich mitschreiben, damit ihr die Zutaten später noch zusammen bekommt, falls ihr es nochmal kochen wollt!

Bunte Rotkohl-Hack-Pfanne mit Bulgur

Bulgur-Gemüse-Pfanne

Zutaten:
  • etwa 150g Bulgur
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwa 150g gemischte Pilze
  • 1/2 kleiner Rotkohl (blanchiert)
  • 1 Karotte
  • 2 EL Sprossen
  • 1 EL Petersilie (gehackt)
  • 250g Mett
  • 2 EL Tomatenmark
  • 100ml Apfelsaft
  • 150ml Gemüsefond
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer 

Tipp: Ohne Hackfleisch ein sehr leckeres, veganes Essen :)

Maustekakku - ein finnischer Gewürzkuchen

22. Februar 2015

Hallo ihr Lieben,
ich wünsche euch einen schönen Sonntag und hoffe ihr könnt heute einmal genau das tun, wonach euch gerade ist. Ohne Stress und Eile.
Vielleicht lest ihr nochmal euer Lieblingsbuch oder ihr macht einen gemütlichen Spaziergang.
Vielleicht schaut ihr mit der ganzen Familie einen Film, weil sonst nie alle beisammen sind oder ihr schreibt an einen lieben Menschen. So in echt, mit einem Stift und Papier :-)
Macht das heute noch jemand? Briefe schreiben? 
Ich gebe zu, bei mir wird es auch immer seltener, aber ich habe durchaus noch eine Schublade mit Karten und Briefpapier. 

Als Kind und Jugendliche hatte ich viele Brieffreundschaften aus denen später teilweise reale Freundschaften wurden. Manche davon bestehen noch heute.
Durch meine unzähligen Aufenthalte in der Kinderrheumaklinik Garmisch-Partenkirchen kamen jedes Jahr neue Adressen in mein kleines Freunde-Buch.
Später als ich großer Fan einer Band war, wurden die Brieffreundschaften sogar international.
Jede Woche kam Post aus England, Italien, Spanien, Holland oder aus den verschiedensten Regionen Deutschlands.
Bei meinem letzten Umzug habe ich mich nach all den Jahren von vielen Kisten mit Briefen getrennt und jeweils nur einen aufgehoben. Man kann leider nicht alles aufbewahren, aber das Schreddern viel mir trotzdem schwer...

Seitdem ich blogge, habe ich virtuelle Brieffreundschaften.
Zumindest kommt es mir so vor.
Man schreibt sich mal eben eine Mail, fragt nach der Familie und dem Job, tauscht sich über Alltägliches aus und knüpft mitunter richtig enge Kontakte.
Ich finde das toll und bin mir bei vielen absolut sicher, dass wir uns auch im realen Leben so gut verstehen würden. Ich habe mich echt ein bisschen in diese kleine Gemeinschaft verknallt, die momentan irgendwie stürmische Zeiten durchlebt.

Unser "Pestostorm" erhielt viel Zuspruch aber auch Kritik.
Mel von Gourmet Guerilla hat die Hosen runtergelassen und mal eben der Welt erzählt, dass Foodbloggen ein Hobby ist, das Geld kostet. Auch hier: Viel Zuspruch aber auch Menschen, die mit Worten reagiert haben, die man vielleicht schnell tippt, aber niemals so schnell aussprechen würde (zumindest hoffe ich das!).
Werbung und Kooperationen sollten verboten werden, damit zwingt man den Lesern eine Meinung auf. Und sowieso lässt man sich damit ja nur kaufen.... die Liste der aktuellen Kontroversen ließe sich noch ein bisschen weiterführen.
Und dann sind da "Newcomer", so wie ich und viele "alte Hasen", die einfach große Freude am Kochen und Backen haben und die Ergebnisse mit der Welt teilen wollen.
Mein kleines Reich hier ist mir heilig und ich stecke all mein Herzblut hinein.
Im Grunde ist dies meine heutige Form der Brieffreundschaft. Eine kulinarische eben.
Was will ich euch damit sagen?
Viel zu viel und eigentlich doch so wenig: Schön, dass ihr dabei seid und lasst uns hier weiterhin alle respektvoll miteinander umgehen.
Das wollte ich mal loswerden ♥

Wer bis hierher mitgelesen hat, den belohne ich jetzt mit einem leckeren Gewürzkuchen, dessen Rezept ich mal - Überraschung! - von meiner finnischen Brieffreundin Suvi bekommen habe.
Ich habe ihn im letzten Jahr auf Yushkas Blog Sugarprincess als Gastbeitrag vorgestellt und nehme ihn hiermit auch offiziell in mein Soulfood-Rezeptregister auf :-)


Maustekakku

Jankes*Soulfood

Rotkohlrouladen mit Bulgur

20. Februar 2015

Heute habe ich endlich mal wieder einen Beitrag für den Tierfreitagsprich: Essen ohne Tier, tierische Erzeugnisse und ohne Ersatzprodukte.

Am Dienstag war Mimi mit ihren veganen Snickers zu Besuch und das habe ich zum Anlass genommen, mir zwei vegane Kochbücher zum Thema auszuleihen. Eines davon war "Ab jetzt vegan" von Gabriele Lendle und Dr. med. Ernst Walter Heinrich (TRIAS Verlag, 2012). 
Ich werde es demnächst ausführlich vorstellen, da dieses Buch einen tollen Einblick in die pflanzliche Ernährung gibt, viele Tipps bereit hält und natürlich leckere Rezepte beinhaltet. Auch für Fleischesser und Vegetarier.

Ein Rezept hat mich sofort angesprochen und so kam es heute "leicht abgewandelt" auf den Tisch.

Rotkohl-Rouladen mit Bulgur

Herrlich frische Blutorangen-Muffins

18. Februar 2015

Schon lange wollte ich etwas mit Blutorangen machen, denn wir sind mitten in der Saison, hatte jedoch ständig vergessen, welche zu besorgen.
Am Wochenende kam er dann: der Blutorangen-Jieper. Kaum gekauft, musste ich mir einen Saft pressen und schwupps... waren sie verflüssigt und getrunken.
Heute habe ich es dann endlich geschafft die leckeren Sizilianer zu verarbeiten.
Und es ist so lecker geworden. Es gab herrlich frische Muffins mit Buttermilch.
Da ich kaum abwarten kann, euch die Fotos und das Rezept zu zeigen, spare ich mir jedes weitere Geplänkel - los geht's: 

Jankes*Soulfood

Zutaten:
  • 280g Mehl
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 100g Zucker
  • 1 kleine Prise Salz
  • 60g Schokostreusel (zartbitter)
  • 1 Ei
  • 10g Vanillezucker
  • 100ml Blutorangensaft
  • 80ml neutrales Öl (hier Rapsöl)
  • 200g Buttermilch

Soulfood Tuesday mit Besuch von Mimi's Fairy Cakes

17. Februar 2015

Zum heutigen Soulfood-Tuesday darf ich Miriam "Mimi" vom Blog Mimi's Fairy Cakes begrüßen.
Mimi hat sich nach meinem Aufruf bei "Übern Tellerrand" gemeldet und ich habe mich direkt mal durch ihre Seiten gestöbert.
Im Rezepteregister finden sich so wundervolle Dinge wie EinhornPooPoo, Eichhörnchenkuchen mit HerbstgeschmackGöttlicher Chocolate Cheesecake und Leicht beschwipster Marmorkuchen.
Ich finde, Mimi hat eine wundervoll verrückte, liebenswerte Art zu schreiben und falls ihr ihren Blog noch nicht kennt, huscht unbedingt einmal zu ihr rüber.
Was euch erwartet, berichtet euch Mimi nun selbst, denn sie hat
einen sehr schönen Text zu ihrem Blog mitgebracht.
Deshalb räume ich jetzt ganz fix den Platz und wünsche euch viel Spaß :-)  


Hallo ihr Naschkätzchen und -kater,
mein Name ist Mimi, ich bin irgendwo zwischen Mitte und Ende 20, esse fürchterlich gerne und betreibe deswegen schon seit 2011 meinen kleinen (aber feinen) Blog Mimi’s Fairy Cakes.

Darauf findet ihr alles, was das Zuckerpupsi-Herz begehrt. Viele leckere Cupcakes, Torten, Kuchen, Quiches und und und…. 
Und das Ganze seit 2012 sogar in vegan. 
Mein erklärtes Ziel ist es nämlich, mit veganen Leckereien die Weltherrschaft an mich zu reißen (hehehe) oder (für den Anfang…) erst einmal meine Mitmenschen davon zu überzeugen, dass der Veganer auf nichts verzichten muss. Und schon gar nicht auf das, was sich so schön Soulfood nennt! 
Das ist für mich nämlich eine Mischung aus leckerlecker, Wohlfühlen und Kindheitserinnerung und damit PFLICHT (!).
Seit letztem Jahr gibt es bei mir übrigens des Öfteren rohe Torten zu sehen.
Und weil die so unfassbar lecker (und damit mein ganz persönliches Soulfood) sind habe ich heute ebenfalls eine (größtenteils) rohe Kleinigkeit für euch vorbereitet.
Überzeugt gnadenlos alle Skeptiker, versprochen!

RAWRRR!!! – Rohe Snickers


Maccaroni Valentino - Auflauf mit Herz

16. Februar 2015

Hallo ihr lieben Soulfoodies, jetzt mal ehrlich, was macht ihr denn mit mir?! 
Vielen, vielen Dank für eure unglaublich positive Resonanz auf meinen letzten "Ausbruch" zum Thema "Entgiftung" und was man seinem Körper so zumutet.
Ich werde nach und nach versuchen auf eure Mails und Kommentare zu antworten.
Vorweg an dieser Stelle aber wirklich ein riesengroßes Dankeschön!

Mir geht es mittlerweile besser und das fühlt sich SO GUT an! Mit einer chronischen Krankheit hat man ja wirklich eine Hassliebe fürs Leben. Irgendwann kennt man jeden Schmerz und weiß ihn zu ertragen.
Das Schlimme an chronischen Schmerzen: Man ergibt sich ihnen. Fügt sich. Akzeptiert ein Level und vergisst, dass es einem eigentlich besser gehen sollte.
Und wenn diese Momente, Tage und Monate kommen, sagt man sich: Ach schau an! So könnte es doch immer sein!
Und weil ihr mir soooooo viel Liebe geschickt habt, habe ich mir etwas ganz besonderes für euch ausgedacht.

Maccaroni Valentino

Alles muss raus - Schluss mit MTX

13. Februar 2015

Vielleicht wundert ihr euch, warum es hier die ganze Woche so still war...
Viele von euch wissen ja, dass ich chronische Schmerz- und Rheumapatientin bin und mir der letzte Krankheitsschub dieses heißgeliebte Blogbaby beschert hat. Dieser Schub ist nun fast ein Jahr her und noch immer geht es mir nicht so gut, wie vorher.
Natürlich bin ich in ärztlicher Behandlung und im Spätsommer haben wir gemeinsam entschieden, dass ich ein neues Medikament ausprobiere.
Warum ich das hier schreibe?
Weil ich dieses Medikament in der vergangenen Woche abgesetzt habe, da es mehr Nebenwirkungen als Verbesserung zur Folge hatte.
Und weil mein Körper gerade entgiftet. 
Er befreit sich auf allen möglichen Wegen von der Chemie, die ich ihm in den letzten Monaten zugemutet habe. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich auch mein Geist von dem Zeug befreien muss. Deshalb wird es heute nur sekundär um Essen gehen.

Wenn ich eine neue Therapie beginne, egal welcher Art, sehe ich dieser immer offen und optimistisch entgegen. Ich finde, sonst könnte ich es auch gleich sein lassen. Also habe ich einen guten Tag abgewartet und mir in einer ruhigen Minute meine erste Dosis verpasst.
Ich werde euch jetzt nicht mit Einzelheiten quälen, aber die folgenden Monate waren geprägt von Übelkeit, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und stets wechselnden kleinen Wehwehchen, die in der Summe einfach irgendwann das Fass zum Überlaufen gebracht haben.
Bevor mein Kopf realisiert hat, dass dieses Medikament einfach nicht MEIN Medikament ist, hat mein Körper protestiert. Und das ist der entscheidende Grund, warum ich euch das in aller Offenheit erzähle.
Hört auf euren Körper! Und denkt an euren Körper bei allem, was ihr ihm zuführt!

Meiner hat mir in den letzten Wochen schon VOR meiner wöchentlichen Spritze durch Übelkeit gezeigt, dass er DIESES Medikament NICHT MEHR will!
Nach 2 Blasenentzündungen und einer langen Magen-Darm-Erkrankung hatte auch mein Kopf ein Einsehen und gemeinsam mit meinen Ärzten habe ich beschlossen, das Medikament abzusetzen.

Soulfood Tuesday mit Besuch vom Kocherl

10. Februar 2015

Hallo ihr Lieben, heute findet schon der dritte Soulfood Tuesday statt und wieder habe ich tollen Besuch. Diesmal von Julia und ihrem zauberhaften Blog "Das Kocherl". Julia gehört wie ich zum Bloggergeburtsjahrgang 2014 und ich glaube, zuerst sind wir uns auf Facebook begegnet. Beim ersten Stöbern auf Julias Blog ist ist mir gleich noch eine Gemeinsamkeit aufgefallen: Als Hessin musste mein erster Beitrag die Grüne Soße sein, Julia hat sich der Bloggerwelt ebenfalls mit einem regionalen Lieblingsgericht vorgestellt: dem Zwetschgendatschi.
Und spätestens jetzt wisst ihr auch alle woher die liebe Julia kommt, der ich hiermit das Wort überlasse. Viel Spaß mit ihrem Soulfood-Gericht.

Quarkauflauf von Das Kocherl

Hallo ihr lieben Soulfoodies, Jankes Idee mit dem Soulfood Tuesday fand ich vom Fleck weg richtig toll. Soulfood ist für mich etwas, das meine Seele streichelt und das ist während der grauen Wochen im Winter, wo das nicht die liebe Sonne übernehmen kann, ja auch wirklich ab und zu mal nötig. 
Ganz besonders verbinde ich mit Soulfood immer Gerichte, die ich schon als Kind von meiner Mama serviert bekam und die meine Schwester und ich uns auch immer zu unseren Geburtstagen gewünscht haben. Wenn ich ein solches Gericht nach dem Originalrezept meiner Mutter koche, muss ich automatisch lächeln und bin happy.

Ich hoffe, dass es Euch beim Geniessen des nun folgenden Rezepts meiner Kindheit genau wie mir geht und es Eure Herzen erobern und Eure Seelen streicheln kann! Für mich war nämlich klar: wenn ich meinen ersten Gastbeitrag schreibe - und das auch noch bei Janke und zum Thema Soulfood - dann muss es ein Gericht sein, das mir ganz besonders am Herzen liegt. Mitgebracht habe ich euch heute deshalb Mamas Quarkauflauf mit Mandarinenkompott. Das Gericht gehört zu denen, die meine Kindheit total geprägt haben. Wir haben unseren Quarkauflauf immer sehr geliebt und ich bin total happy, dass meine Mama mir das Rezept verraten hat.

Quarkauflauf mit Mandarinenkompott 

Das Kocherl

Boeuf bourguignon - Grüße aus Burgund

9. Februar 2015

Eigentlich war es ja ganz anders geplant.
Eigentlich wollte ich aus jeder Kategorie der fabelhaften Bistroküche etwas nachkochen.
Eigentlich war dieser Plan schon nach dem zweiten herzhaften Gericht, 
den nids de tartiflette Geschichte.
Eigentlich wollte ich das Bouef bourguignon der lieben Maïlys 
vom Blog "Wenn die Kochtöpfe reden" ausprobieren und eigentlich trinke ich sowieso viel lieber Weißwein.

Und dann kommt es anders und ich gieße plötzlich hemmungslos eine gute Flasche Rotwein über feine Rindfleischstücke. Der Zwiebel-Knoblauch-Lorbeer-Thymian-Duft kriecht langsam unter allen Türen durch und am nächsten Morgen haut mich das Gemisch fast aus den rutschfesten Socken.
Ein wundervolles Essen bahnt sich seinen Weg und wer es bisher noch nicht probiert hat, dem kann ich es nur wärmstens empfehlen.


Zutaten für etwa 6 Personen:
(Rezept von Anne-Katrin Weber | Meine fabelhafte Bistro-Küche*)

  • 1 kg Rindfleisch (Unter- oder Oberschale)
  • 750ml Rotwein (bestenfalls Burgunder)
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2-3 Stiele Thymian (oder 2TL getrocknete Tymianblättchen)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300g Schalotten
  • 1 große Möhre
  • 250g frische, kleine Champignons
  • 100g Räucherspeck
  • 400ml Gemüse- oder Rinderfond
  • 1EL brauner Zucker
  • Salz & Pfeffer
  • 30g Butter
  • 3 EL neutales Öl
  • 1 gehäufter EL Mehl

Sonnige Eierlikör-Gugl für kalte Wintertage

7. Februar 2015

Hallo, ihr Lieben. Heute gibt es eine kleine Premiere hier auf dem Blog.
In der vergangenen Woche habe ich drüben bei Facebook 800 Däumchen gefeiert und aus der guten Laune heraus ein kleines Video gedreht. Das hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich unbedingt auch mal ein Rezept "drehen" wollte.
Und hier kommt das herzig wacklige Ergebnis:



Wem das jetzt zu schnell ging, hier ist alles natürlich auch nochmal zum Ausdrucken und Mitlesen:


Conchiglioni mit Kürbis und Lauchsauce

5. Februar 2015

ACHTUNG! ACHTUNG! PREMIERE! Schmeißt Glitzer und Luftschlangen, ich habe ein Gericht mit Kürbis gekocht!!! Ja, richtig gelesen K.Ü.R.B.I.S.!!! Und nicht nur das! Zusätzlich zum Kürbis gab es auch noch Pastinaken.

Im Herbst habe ich mich ja erfolgreich gedrückt, etwas mit Kürbis zu kochen und fand das Thema mit meiner süßen Kürbismarmelade genügend abgehandelt. Anfang des Jahres sah ich dann auf Facebook einen Aufruf von Jasmin. Sie war auf der Suche nach Bloggern, die Lust haben, nach vorgegebenen Zutaten zu kochen. So entstand ihre Aktion "Rezepte aus dem Korb". Die Idee fand ich klasse, deshalb habe ich "HIER" geschrien und war schon ganz gespannt, was der erste Warenkorb wohl enthalten würde.

Freunde und eifrige Leser meines Blogs können sicher erahnen, wie ich geschaut habe, als ich Jasmins Zutatenliste erhielt.
Kürbis.... Pastinake.... Karotten...
Ganz ehrlich? Begeisterung sieht anders aus - nicht böse sein, Jasmin :) Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und mit Kürbis und so mancher Rübe kann man mich kilometerweit jagen. Möhren esse ich zum Glück in Kombination mit anderen Gemüsen oder in Aufläufen, aber in Kombination mit Kürbis und Pastinake... och nööööö!

Jetzt will ich aber nicht länger rumheulen, denn: ich habe nicht gekniffen und die Herausforderung angenommen. Die Nudeln aus dem Warenkorb haben mich gerettet und so entstand mit einer leckeren Lauchsauce ein echtes Freischnauze-Soulfood-Rezept. Und was soll ich sagen: Es hat mir geschmeckt! 
Mehr noch: Es war lecker! Ich brauche es nicht jede Woche und werde definitiv nicht zum großen Kürbis-Fan, aber es war lecker! Deshalb ein Dankeschön an Jasmin, die mir mit ihrer Aktion zu dieser Erfahrung verholfen hat.

Jankes Soulfood

Soulfood Tuesday mit Besuch aus dem Knusperstübchen

3. Februar 2015

Ihr Lieben, es ist Dienstag und ich darf meinen zweiten Gast zum Soulfood Tuesday begrüßen. Heute erzählt euch die liebe Sarah vom Blog "Das Knusperstübchen", was sie unter Seelenfutter versteht.
Sarah habe ich im letzten Juli während ihres Blogevents Knuspersommer kennengelernt und inzwischen ist sie eine liebe virtuelle Freundin geworden, die immer wieder aufs Neue ganz wundervolle Aktionen plant. Sarah war Initiatorin des "Bloggerwichtelns" und von ihr stammt auch die Idee zur "Kulinarischen Entdeckungsreise". Ich war schon ganz gespannt, was Sarah zum Soulfood Tuesday mitbringt und hätte am liebsten den Bildschirm angenagt, als ich ihre Mail mit den Fotos erhielt... aber seht selbst:


Hallo Ihr Lieben, als Janke vor einiger Zeit ankündigte, dass es bald eine neue Rubrik in ihrem Soulfood-Heim geben wird, war ich sofort Feuer und Flamme. 
Was gibt es denn auch Schöneres als Futter für die Seele, also Leckereien, die das Herz hüpfen und Glücksgefühle regnen lassen?! 
Genau das ist heute auch mein Plan, ich möchte Euch mit meiner Leckerei eine kleine Freude machen und hoffe, dass Ihr schon bald mit den Lieben am Tisch sitzt und alle bei diesem süß-schokoladigen Soulfood beginnen zu strahlen.
Genau das ist es nämlich, was ich auch mit den Leckereien versuche, die ich in meinem Knusperstübchen so fabriziere. Ob süß oder herzhaft, es soll die Seele erfreuen, satt und glücklich machen und wenn mir das gelungen ist, findet das Rezept auch einen Platz im Knusperstübchen. Wenn Ihr wollt, schaut doch einmal vorbei ;)

Als ich über ein passendes Soulfood Rezept für Janke nachdachte, war relativ schnell klar, dass es süß und gefüllt mit Schokolade sein würde. 
Doch sollte es nicht die pure Schokobombe werden, sondern cremig und zartschmelzend sein. Mit Futter für die Seele assoziiere ich keine langen Küchenzeiten, es sollte also schnell zubereitet sein und dennoch nicht nur geschmacklich etwas hermachen. 
All diese Kriterien erfüllen diese fudgy Marmor-Cheesecake-Brownies. 
Hier trifft weiße Schokolade-Cheesecake-Masse auf dunkles Schokoglück. 
Die Brownies sind zartschmelzend, cremig und in etwa 30 Minuten servierfertig. Mission accomplished. 

DESIGNED BY ECLAIR DESIGNS