Küchenhelfer für Menschen mit Rheuma

16. Dezember 2017

Liebe Rheumis, liebe interessierte Leser,
in diesem Beitrag möchte ich euch einige Tipps für Alltagshelferlein geben, die Rheumatikern das Arbeiten in der Küche erleichtern können. Meine Liste ist sicherlich nicht vollständig, aber es geht mir darum, einen ersten Eindruck zu vermitteln.
Meine Auswahl basiert auf eigenen Erfahrungen, weil ich das Produkt selbst verwende, oder auf Empfehlung anderer Rheumatiker. Solltet ihr selbst noch Tipps für ein Produkt haben, das euch den Alltag in der Küche erleichtert, schreibt mir gerne. Vielleicht bekommen wir so eine umfangreiche Sammlung zusammen. Alle mit einem Sternchen gekennzeichneten Links sind sogenannte Amazon-Partnerlinks. Mehr dazu, könnt ihr rechts in der Sidebar lesen.

Sicherlich beginnt alles mit der Frage, ob es überhaupt möglich ist, an einem bestimmten Tag zu kochen und wenn ja, wie aufwendig. Wer Rheuma hat kennt das bestimmt, man wacht morgens auf und muss zuerst in seinen Körper reinspüren, um die Frage nach einem möglichen Tagesablauf beantworten zu können. Meistens merkt man dann recht schnell,  ob man in der Lage ist, lange in der Küche zu stehen.
Neben Arbeitsflächen auf einer rücken- und armschonenden Höhe, sowie gut erreichbaren Schubladenschränken, war die Anschaffung eines ergonomischen Drehhockers* eine unwahrscheinlich große Hilfe für mich. Auch Bügelstühle, Barhocker mit Lehne oder andere Stehhilfen, können das Kochen am Herd enorm erleichtern.


Wer viel mit frischen Zutaten kocht, kommt ums Schälen und Schneiden nicht herum. Mit rheumatischen Gelenken kann das schnell anstrengend und schmerzhaft werden. Spätestens am nächsten Tag jammern die überstrapazierten Finger, Hände und Arme.
Je nach Schweregrad der rheumatischen Erkrankung können verschiedene Produkte zum Einsatz kommen und die Schnippelarbeit erleichtern.

Fehlende Kraft und das Problem mit Drehbewegungen

Manche Rheumatiker haben Probleme damit, gezielt Kraft auszuüben. In diesem Fall empfehle ich zuerst eine Überprüfung der vorhandenen Messer. Gute, scharfe Messer sind das A und O in jeder Küche. Es braucht nicht viele, aber es sollten die richtigen sein.

Was nicht fehlen darf, ist ein "Allzweckmesser". Wenn ihr diesen Begriff in eine Suchmaschine eingebt, werden euch die verschiedensten Formen angezeigt. Euer Allzweckmesser ist das Messer, mit dem ihr bevorzugt arbeitet und welches euch gut in der Hand liegt. Bei mir ist es ein sogenanntes Santoku-Messer*.
Um Brot, Brötchen und feste Krusten zu schneiden, sollte ein langes Messer mit Wellenschliff zu euren Küchenutensilien gehören. Für kleines Obst und Gemüse benutzt man am besten ein Schälmesser mit Vogelschnabel-Klinge.

Wer als Rheumatiker mit "normalen" Küchenmessern nicht mehr arbeiten kann, für den gibt es u.a. folgende Alternativen:

- Messer* mit verstärktem, rutschfesten Griff

- Gemüsemesser* mit abgewinkeltem Griff

- Easy Grip-Brotmesser* mit abgewinkeltem Griff

- Gemüseschäler* mit seitlichem Griff

- Gemüseschäler-Set* mit dicken Griffen

- Schaumstoffverdickung* für Besteck und andere Küchenhelfer

- Rutschfester Obst- und Gemüsehobel*

- Feine Reibe* für z.B. Parmesan, Ingwer, Zitruschalenabrieb und Schokolade

Für einen besseren Halt beim Schneiden, sorgen rutschfeste Bretter oder Schneidunterlagen.
Doch nicht nur das Schneiden und Hacken von Lebensmitteln kann schnell auf die Gelenke gehen, sondern auch das Reiben, Raspeln und Hobeln. Schon gesunde Hobbyköche bekommen da schnell mal einen Muskelkater, deshalb ist es überhaupt nicht verwerflich, auf elektrische Küchenhelfer auszuweichen.
Wer nicht zu viele einzelne Gerätschaften im Schrank stapeln will, dem empfehle ich, in eine gute Küchenmaschine zu investieren. Zu diesem Thema werde ich bald noch einen  ausführlichen Beitrag schreiben.

Während man beim Schneiden eine Bewegung mehrfach wiederholt, dabei jedoch meistens den gleichen Winkel beibehält, kommt es beim Öffnen von Flaschen und Gläsern auf die Kraft in der Drehbewegung an. Hier haben wir gleich zwei mögliche Probleme, die es für Rheumatiker zu überwinden gilt.
Glücklicherweise gibt es inzwischen viele, verschiedene Hilfsmittel mit sogenannter Hebelwirkung. Auch kleine Küchenhelfer zum Aufheben des Vakuums sind nicht teuer aber sehr wertvoll.     

- Multi-Flaschenöffner* mit Hebelwirkung für Konserven, Flaschen, Dosen, etc.

- Schraubverschluss-/ Glasdeckelöffner* hebt Vakuum auf

- Schraubverschlussöffner* für verschiedene Größen

- Elektrischer Dosenöffner*

- Vorratsdosen* mit Pop-up-Deckel

Zu guter letzt gilt es natürlich noch die besten Küchenhelfer von allen zu nennen. Sie heißen Partner, Kind, Freund oder Freundin, Oma, Mama oder Nachbarin und mit ihnen macht das Kochen und Backen definitiv am meisten Spaß ♥
Ich freue mich auf euer Feedback zu diesem Thema und weitere Vorschläge. Eure Janke

http://jankessoulfood.blogspot.de/p/rheuma.html

Kommentare:

  1. Gerne mehr von diesen Tipps. Ich kannte nämlich noch nicht alle.

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  2. Ich benutze den Nicer Dicer für Gemüse. Klappt super gut mit meinen Händen. Frohe Weihnachten.
    LG Marlies

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